18.05.2017

Große verendete Karpfen und Brassen

Experten des AVN vermuten natürliche Ursachen für das Sterben zahlreicher großer Brassen und Karpfen in der Hunte im Bereich des Schäferhofes und rund um den Dümmer See.
Etwas beunruhigend sind die am 17.05. gemessenen, geringen Sauerstoffwerte in der Hunte: Um 10.30 Uhr wurde durch eine Mitarbeiterin des NLWKN ein Wert von nur 5mg/l an der Brücke Schäferhof festgestellt. Normal wäre ein gut doppelt so hoher Wert für diese Jahres- und Uhrzeit.

Zum Thema "Tote Fische in der Hunte und im Dümmer" veröffentlichte der AVN heute eine Presse-Info, die Sie hier herunterladen können (PDF 240kB).


ToteKarpfenBrassenHunte FMollers AVN


Foto: © F. Möllers / AVN

 

08.05.2017

Beim Anangeln erstmals nachgewiesen: Schwarzmundgrundel

Angler des ASV Hemmoor machten Anfang Mai eine wenig erfreuliche Entdeckung:
In der Oste im Bereich der Pütte Brobergen wurden mehrere Schwarzmundgrundeln gefangen. Hierbei handelt es sich um den Erstnachweis in diesem Streckenabschnitt.

Die Grundeln sind anhand der verwachsenen Bauchflosse eindeutig zu erkennen. Die Schwarzmundgrundel kennzeichnet sich zudem durch den auffälligen schwarzen Fleck auf der ersten Rückenflosse.
Mehr Infos zum Fisch bietet der AVN-Flyer: "Schwarzmundgrundel" (PDF)

Wer den Kampf mit der invasiven Art aufnehmen und lecker frittierte Grundeln essen möchte, findet alle Infos zum Angeln an diesem äußerst attraktiven Gewässer unter: http://av-nds.de/angeln-beim-lsfv/oste.html


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Foto: Dr. Matthias Emmrich / AVN

02.05.2017

Schattenspender für die Örtze, Lebensraum für viele Arten

Ein Bericht von Eckard Stanislawski / FV Eversen

"Erlenplanzung an der Örtze durch den Fischereiverein Eversen e.V."

In den letzten Jahren hat sich der Uferbewuchs durch Weiden an der Örtze derart vermehrt, dass er ein echtes Abflusshindernis bildete. Der Unterhaltungsverband sah sich daher gezwungen, regulierend einzugreifen. Er hat dazu in der Gemarkung Eversen an verschiedenen Uferstrecken die Weidenverböschung entfernt.
Unsere Heidegewässer, und besonders die Örtze, benötigen aber auch Schatten. Forellen und Äschen bevorzugen ein kühles Fliessgewässer. An den jetzt bewuchslosen Uferstrecken war für eine hinreichende neue Uferbefestigung zu sorgen.
Hervorragend geeignet sind dafür Schwarzerlen. Sie bilden eine schattenspendende Krone und festigen mit ihrem tiefgreifenden Wurzelstock das Bach- und Flussufer vor Ausspülungen. Das Wurzelwerk bildet Unterschlupf für viele Kleinlebewesen, die den Grundstock der Artenvielfalt eines Fließgewässers bilden.
Der Unterhaltungsverband hat daher den Fischereiverein Eversen als Pächter der Gewässerstrecke gebeten, hier Hilfe zu leisten. Der Verein, der Mitglied im Anglerverband Niedersachsen als mitgliedstärkster Naturschutzvereinigung des Landes ist, sagte natürlich diesem Ansinnen zu.
Es wurden 100 Erlenpflanzen von der Baumschule Rosenbrock besorgt und zur Örtze geschafft. Dort wurden die Schösslinge am 16.3.17 von der Pflanzkolonne des Fischereiverein Eversen fachgerecht mit Hohlspaten in das Flussufer eingesetzt.
Das Foto zeigt die beteiligten Akteure nach getaner Arbeit am Örtzeufer.
Nur durch solchen aktiven Einsatz naturverbundener Vereinsmitglieder werden wir auch in Zukuft die Reize unserer Heidegewässer erhalten, fördern und miterleben können."


2017 04 FV Eversen Erlenpflanzung

Foto: Fischereiverein Eversen e.V.

 

01.05.2017

Anglerdemo und Fishing-Masters-Show auf Fehmarn

Der neue Newsletter der Allianz gegen Angelverbote in der Ostsee berichtet zusammenfassend über die Ereignisse am 22.04. auf Fehmarn.
Dort fand im Rahmen der Fishing-Masters-Show eine Podiumsdiskussion statt - mit hochinteressanten Beiträgen von Politikern, Wissenschaftlern, Journalisten und natürlich Betroffenen vor Ort.
Die geplante Schiffsdemo musste aufgrund des starken Windes leider kurzfristig von Organisator Lars Wernicke abgesagt werden.
Laut einer Aussage der SPD Politikerin Bettina Hagedorn will das Bundesministerium für Umwelt nun "nur noch" auf 24% der ursprünglichen Fläche das Angeln verbieten.
Allerdings: Nach wie vor, ohne eine nachvollziehbare Begründung!

Sehr informativ der Beitrag von Thomas Finkbeiner, anglerboard.de, der Meinungen und Situationsberichte von Kutterkapitänen, Lokalpolitikern und Angler-Legende Rainer Korn aufgezeichnet hat und einen Auszug der Diskussion bringt:
https://www.youtube.com/watch?v=POH-esyfMNc

Die vollständige Podiums-Diskussion können Sie hier ansehen:
https://www.youtube.com/watch?v=VTpHliRB65c

Bilder, Meinungen, Stimmen, etc. finden Sie auch auf der facebook_Seite der Anglerdemo.

Und hier können Sie den Newsletter der Allianz herunterladen (PDF 600kB).
Er enthält auch die Antworten der Parteien des Landtages in Schleswig-Holstein zur Frage nach dem Sinn und Unsinn der Angelverbote in der AWZ.


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Foto: F. Möllers

20.04.2017

Kessler Grundel im Mittellandkanal nachgewiesen

Erst vor wenigen Wochen publizierte Prof. Dr. Ralf Thiel von der Universität Hamburg mit Kollegen den Erstnachweis der Kessler-Grundel in der Elbe (Landkreis Lüneburg).
https://www.uni-hamburg.de/presse/pressemitteilungen/2017/pm16.html

Die Experten rechneten eigentlich jeden Tag mit einem Fang der Art; das erste Exemplar wurde interessanterweise an der Mündung des Elbe-Seitenkanals (ESK) in die Elbe gefangen. Der ESK verbindet den Mittellandkanal mit dem großen Strom und steht seinerseits über weitere Kanäle in Verbindung mit dem Rhein. Dort war die Kessler Grundel schon vor einigen Jahren erstmal gefangen worden.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/eingewanderter-fisch-allesfresser-aus-dem-osten-erobert-deutsche-fluesse-a-692317.html

AVN-Verbandsbiologe Thomas Klefoth erreichte gestern eine Meldung von NWA-Mitglied Helmut Schaumburg: Er hatte im Mittellandkanal bei Osnabrück 18 Schwarzmundgrundeln und fünf Kessler Grundeln gefangen - und auch als solche erkannt.
Trotz tausendfacher Fänge von Schwarzmundgrundeln in 2016 war bis vor kurzem kein Fang der Kessler-Grundel im Mittellandkanal bekannt.

Man erkennt die Kessler-Grundel im Vergleich zur Schwarzmundgrundel am fehlenden schwarzen Fleck auf der Rückenflosse und am besonders großen Maul. Ihren wissenschaftlichen Nachnamen "kessleri", also die Artbezeichnung, verdankt die bis zu 22 cm lange Grundel dem russischen Fischbiologen Karl Fjodorowitsch Kessler.

2017 04 20 KesslerGrundel

Foto: © Florian Möllers