21.02.2018

Mehrere 100.000 Larven auf der AVN-Teichanlage

Kurz vor Weihnachten hatte Verbandsbiologe Dr. Matthias Emmrich richtig Glück beim Quappenfang in der Aller bei Celle:
40 Laichfische gingen ihm in einer Nacht in die Reusen! Ohne die perfekte Unterstützung von Biologe und Fischkenner Jonas Rose und den Anglern des Fischereiverein Früh Auf Celle wäre dieser tolle Fang allerdings gar nicht möglich gewesen - herzlichen Dank dafür!
Die Elternfische wurden auf die AVN-Teichanlage verbracht, überstanden die Quarantäne bestens und laichten Mitte Januar ab.

"Da wir viele kleine und überwiegend männliche Tiere gefangen hatten, war nicht klar, wieviele Eier am Ende für unser Artenhilfsprogramm zur Verfügung stehen würden", erläutert Emmrich. Umso erfreuter war der AVN-Projektleiter, dass am Ende doch mehrere 100.000 Eier gelaicht und befruchtet wurden.

Die Reife in den Zugergläsern bei konstant 4°C Wassertemperatur verlief gut. Dieser Tage schlüpfen massenweise winzige (ca. 3mm) Larven aus den Eiern. Matthias Emmrich ist zufrieden: "Wir sind zuversichtlich, dass wir in einigen Wochen die ersten vorgestreckten Larven und später auch einige Tausend größere Jungfische für den Besatz anbieten können." Quappen sind als aktive Grundeljäger bekannt und können möglicherweise dazu beitragen, die Population der invasiven Schwarzmundgrundeln in geeigneten Gewässern kurz zu halten.


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Foto: Dr. Matthias Emmrich / AVN



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Schlupf als GIF Animation

 

18.02.2018

Glasaal ist das neue Elfenbein

Die Sustainable Eel Group (SEG) veröffentlichte jüngst die aktuellen Zahlen zu Fang- und Handelsmengen Europäischer Glasaale.
Und die sind schockierend!


Im Januar 2018 erreichte der Preis für Glasaale aus Europa auf Asiens Märkten einen neuen traurigen Höchststand:
Mehr als 6.200 EURO wurden pro kg bezahlt!

Was bedeutet die immens gestiegene Nachfrage für den Erhalt der Art hier in Europa?
Was wird getan, um den illegalen Handel einzudämmen?
Und was können Angelvereine - und verbände tun, um ihren Teil zum Schutz des Aals beizutragen?

Diese und weitere Fragen stellte der AVN dem Wissenschaftlichen Projektmanager der Sustainable Eel Group (SEG), Florian Stein.
Er gab ausführlich Antwort und war außerdem so nett, die Pressemitteilung der SEG ins Deutsche zu übersetzen.
Denn diese Entwicklung, sagt der Experte, geht wirklich jeden Angler und Naturschützer in Deutschland an und muss verbreitet werden!

Das komplette Interview finden Sie hier zum download:
AVN-Experten-Interview: Aal vor dem Aus?

Die deutsche Fassung der SEG-Pressemitteilung können Sie hier herunterladen.


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Foto: © F: Möllers / AVN

04.02.2018

Verbände positionieren sich und fordern stärkere Beteiligung

Der AVN ist einer von sechs unterzeichnenden Verbänden, die der Landesregierung deutlich ihre Gesprächsbereitschaft bei der Umsetzung der Natura2000-Vorgaben der EU zugesichert haben.
Gleichzeitig fordert er zusammen mit der ZJEN (Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen), den Familienbetrieben Land und Forst, dem Waldbesitzerverband, dem Landvolk und der Landesjägerschaft Niedersachsen eine stärkere Beteiligung und die Berücksichtigung der Interessen der Eigentümer- und Nutzerverbände.

Aus dem Positionspapier:
Die neue Landesregierung hat in ihrer Koalitionsvereinbarung festgelegt, die bisherigen Vorgaben zu Natura 2000 zu überprüfen, die EU Vorgaben zu berücksichtigen und Grundschutz und Vertragsnaturschutz miteinander zu kombinieren."

Alle Verbände begrüßen diese Aussagen, nur mangele es häufig an der entsprechenden Umsetzung auf Seiten der Unteren Naturschutzbehörden. Man wolle die anhaltenden Beschränkungen der Bewirtschafung von Flächen und der Nutzung in Naturschutzgebieten nicht länger hinnehmen. Hier würden Rechte der Eigentümer und Nutzer nach wie vor massiv beschnitten.

Das gemeinsame Positionspapier ging an alle Niedersächsischen Landtagsabgeordneten und das Landeskabinett.

Für die aktuelle Umsetzung der Natura2000 Richtlinie fordern die Verbände:

  • die landesweite Grundschutzverordnung für Natura 2000-Gebiete (bedeutet eine massive Zeitersparnis für die Behörden und weniger Beschränkungen für die Eigentümer/Pächter/Nutzer)
  • Regelungen, die nicht über die Umsetzung der Vorgaben der EU hinausgehen
  • bisherige Unterschutzstellungserlasse sind aufzuheben!
  • eine bessere Einbindung der Eigentümer/Nutzer/Verbände in die weitere Ausweisungspraxis
  • der Erschwernisausgleich soll auch auf bestehende Landschaftsschutzgebiete ausgeweitet werden

Hier können Sie das Positionspapier herunterladen.

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Foto: F. Möllers

02.02.2018

Angeln auf Wolfsbarsch ab sofort verboten!?

Wir bitten alle Angler nachdrücklich darum, die neue Vorgabe der EU zu befolgen (s.u.).

Einen Auszug der zugehörigen Verordnung können Sie hier herunterladen (bitte beachten Sie Artikel 9, Absatz 4).

Wir werden über etwaige Änderungen / Aufhebungen des  "Fangverbotes" natürlich sofort informieren.

Mehr dazu auch hier (auf deutsch):
http://www.consilium.europa.eu/de/press/press-releases/2017/12/13/council-agreement-on-2018-fishing-quotas-in-the-atlantic-and-north-sea/

AVN-Klarstellung (06.02.2018):
(1) Der Wolfsbarsch ist im deutschen Nordseeraum ab sofort ganzjährig geschützt.
(2) Gefangene Wolfsbarsche müssen unverzüglich zurückgesetzt werden.

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Leckerer Wolfsbarsch aus Irland, Oktober 2017, Foto: © M. Emmrich

11.01.2018

Geschäftsordnung und Jugendordnung online

Fertig zum download für alle Verantwortlichen im Verein und insbesondere für die Jugendleiter/Innen: die Geschäftsordnung für die Jugendhauptausschussitzungen und die Jugendordnung.


Hier geht's zum download.


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Foto: F. Möllers / AVN