07.10.2017

Betroffene wollen klagen!

Kutterkapitäne, Hafenbetreiber, Bootsverleiher, Fachhändler, Angler - die Anbieter von Angeltourismus aus Ostholstein wollen klagen.

Klagen gegen die Verordnung des Bundesministeriums für Umwelt, die Ministerin Barbara Hendricks (SPD) zwei Tage vor der Bundestagswahl (!) offenbar in einem Akt von Selbstherrlichkeit unterzeichnet hat.
Nach wie vor fehlt für die Verbote der Freizeitangelei jedwede wissenschaftliche Begründung.

Die Folge:
Seit Donnerstag, 28.09.2017 gilt ein komplettes Angelverbot in fünf Schutzgebieten in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in der deutschen Nord- und Ostsee, darunter in Teilen des Fehmarnbelts.

Dass die Verbote "nur" 20% der ursprünglich geplanten Fläche betreffen (kleine Bereiche des Fehmarnbelts und der Kadettrinne), ist ein Riesenerfolg für das engagierte Team von "Anglerdemo" und allen Mitstreitern, insbesondere in Schleswig-Holstein!
Dafür gebührt allen rund um "Anglerdemo"-Chef Lars Wernicke unser allergrößter Respekt!
Mehr Infos auf der facebook-Seite von "Anglerdemo".

In der aktuelle Pressemeldung von "Anglerdemo" heißt es:
"Proteste gegen diesen umstrittenen Alleingang kommen inzwischen aus allen politischen und gesellschaftlichen Richtungen. So haben sich inzwischen der Mecklenburgische Landwirtschaftsminister Till Backhaus und der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes, Herr Reinhard Meyer (beide SPD) gegen das Angelverbot und für Nachbesserungen ausgesprochen. Auch in großen Teilen der FDP, CSU und CDU herrscht Unmut über das Vorgehen der Bundesumweltministerin. So bewertet der CSU-Bundeslandwirtschaftsminister das Vorgehen der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks als eine „schwerwiegende Verletzung des notwendigen Vertrauensverhältnisses“ und der FDP-Landtagsabgeordnete Dennys Bornhöft als „höchst undemokratisch und beschädigt unsere politische Kultur“."

"Nur 20%" gesperrt und trotzdem klagen?
Nach unserer Auffassung geht "Anglerdemo" genau den richtigen Weg:
Wenn solche unbegründeten Verbote Schule machen und seitens der Angler nicht angefochten werden, steht die Angelfischerei bald vor dem Aus.
Hier in Niedersachsen sind wieder Schutzgebietsverordnungen vorgestellt worden, die etwa im LK Lüneburg Nachtangel- und Anfütterverbote an Fießgewässern fordern. Im LK Stade wurden ganz aktuell trotz Protestes des AVN die Angler aus Schutzgebieten verbannt, während die Jagdausübung mit geringen Einschränkungen aufgrund eines alten Ministererlasses nach wie vor gestattet ist.

Wer also die Klage unterstützen möchte, kann einen Betrag auf das Spendenkonto von "Anglerdemo" überweisen:

WiSH e.V. , Verwendungszweck: "Anglerdemo", Volksbank Ostholstein Nord eG IBAN DE37 2139 0008 0000 9082 15

oder ganz einfach mit einem Klick über PayPal! https://www.paypal.me/LarsWernicke

Die vollständige Pressmeldung finden Sie hier (PDF).
Eine Resolution der Betroffenen können Sie ebenfalls herunterladen. (PDF)

2017 01 24 ME Dorsch900x600

Angelverbote in der Nord- und Ostsee, Foto: © Matthias Emmrich

05.10.2017

Erwartungen an eine künftige Landesregierung formuliert

Im Rahmen der Landespressekonferenz (LPK) gestern in Hannover hatten die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) und der Anglerverband Niedersachsen e.V. (AVN) gestern zu einer Pressekonferenz eingeladen.

Für die LJN im Prodium: Ernst-Dieter Meinecke, Stellv. Präsident
Für den AVN im Podium: Heinz Pyka, Vizepräsident
Moderator: Michael Berger, Ressortleiter Niedersachsen bei der HAZ und Vorstand LPK

Gemeinsame Themen:

  • Jagen und Angeln in Natura2000-Gebieten
    Einschränkungen nur auf wissenschaftlicher Grundlage, Folgenutzung von Bodenabbaugewässern
  • Schluss mit unrechtmäßiger Verbändeförderung durch das Land (350.000 EURO / Jahr) über die LABÜN GbR
  • ökologische Stationen - Flächenmanagement für LJN und AVN öffnen
  • mehr Unterstützung des Landes für Artenhilfsprojekte der Jäger und insbesondere der Angler (Lachs, Meerforelle, Äsche vs. Luchs & Wolf)


Thema LJN:

  • Praxistaugliche Jagdzeitenverordnung, Bekenntnis zum aktuellen Jagdgesetz und Verzicht auf Ökologisierungsbestrebungen aus ideologischen Gründen

Thema AVN:

  • Angeln ab 12 - Fischerprüfung ab 12 Jahren & Kinder und Jugendliche sollten jederzeit
    in Begleitung und unter Aufsicht geeigneter Erwachsener angeln dürfen


Hier die zugehörige Presse-Info von LJN und AVN im Wortlaut. (PDF)

2017 10 04 AVN FMO 171004 100634 2

Heinz Pyka (li.), Ernst-Dieter Meinecke (LJN) // Fotos: F. Möllers / AVN

30.09.2017

Wichtige Daten sammeln für Kormoranverordnung

Im Dezember 2016 wurde die Niedersächsische Kormoranverordnung (NKormoranVO) um drei weitere Jahre bis zum 31. Dezember 2019 verlängert.
Der Anglerverband Niedersachsen e.V.(AVN) begrüßt das ausdrücklich.

Die Verlängerung der NKormoranVO ist mit der Bewertung der Qualität der darin aufgeführten Maßnahmen und Daten verbunden.
Im Rahmen dieser Bewertung findet am 7. / 8. Oktober 2017 eine landesweite Schlafplatzzählung statt. Dabei soll der Kormoranbestand in Niedersachsen möglichst flächendeckend ermittelt werden.

Kennen Sie Kormoranschlafplätze an Ihren Vereinsgewässern oder in Ihrer Nähe?
Dann nehmen Sie bitte unbedingt an der Zählung am 7. und 8. Oktober teil!

Hier finden Sie einen Zählbogen zum download, sowie ein Hinweisschreiben zum Ausfüllen des Zählbogens.

Bitte senden Sie den Zählbogen spätestens bis zum 30.11.2017 an uns zurück.
Entweder per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder per Post an: Anglerverband Niedersachsen, Brüsseler Straße 4, 30539 Hannover

und/oder direkt an das mit der Kormoranzählung beauftragte Institut BIOS (Lindenstraße 40, 27711 Osterholz-Scharmbeck; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Um möglichst präzise Daten zu bekommen, sollten die Kormorane in den Abendstunden gezählt werden, wenn die Vögel ihren Schlafplatz aufsuchen.

Die entscheidende Information ist die Gesamtzahl von Kormoranen am jeweiligen Schlafplatz.
Sollten es die Gegebenheiten vor Ort ermöglichen, zwischen Jung- (erkennbar am weißen Brustgefieder) und Altvögeln (schwarzes Brustgefieder) zu unterscheiden, sollte eine entsprechende Differenzierung erfolgen.

Achtung: Buchpreise!
Unter allen Personen, die ihren Zählbogen bis zum 30.11.2017 an den AVN übermitteln, verlosen wir passend zum Thema fünf Exemplare des Sachbuches/Bildbandes:
"Kormoran - Schwarzer Peter oder harmloser Vogel" von AVN-Mitarbeiter Florian Möllers und GEO-Reakteurin Katja Trippel (ISBN 978-3939172529)!

Bitten reichen Sie diese Informationen an alle potentiellen Kormoranzähler weiter.

Je besser und genauer wir die Kormoranpopulation in Niedersachsen erfasen, umso bessere Argumente haben wir für das Management des Vogels in der Hand.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

FMO 070310 140250

Foto: © Florian Möllers

23.09.2017

17 Verbände fordern verbindliche und zukunftssichere Politik

Der Anglerverband Niedersachsen ist genau wie die Landesjägerschaft Niedersachsen einer der Unterzeichner eines Wahlaufrufes für den ländlichen Raum.
Die beteiligten Verbände fordern die Politik dazu auf, die Interessen und Bedürfnisse von mehr als 700.000 in Verbänden organisierten BürgerInnen ernst zu nehmen und für sie einzustehen.
Eine der Forderungen: "eine sach- und fachgerechte Jagd- und Fischereigesetzgebung"

"Herausforderungen meistern. Ländlichen Raum stärken. Politik ändern."

Mit diesen slogans rufen die Initiatoren dazu auf, zur Wahl zu gehen und Zeichen zu setzen für eine zukunftssichere Politik in ihrem Interesse.

Den kompletten Wahlaufruf können Sie hier herunterladen.

 2017 09 21 ZJEN Wahlaufruf Verbaende LTW NEU 1

© AVN/Landvolk Niedersachsen

21.09.2017

Kritische Stellungnahme des AVN

Der WDR-Beitrag passt zu einer ganzen Reihe angelkritischer Fernsehberichte der vergangenen Monate (bspw. „Angeln verbieten?“ auf 3 Sat oder „Machtpoker um Fisch – Millionenhobby Angeln“ im WDR).

Die dort jeweils vorgebrachten Argumente gegen das Angeln wiederholen sich ebenso wie die inhaltlichen Fehleinschätzungen, die erheblichen Recherchemängel und der sehr kritische Grundtenor gegenüber dem Angeln.
Hinzu kommen besorgniserregend unkritische und einseitige Übernahmen von Meinungen und Bildmaterialien einzelner Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen wie dem Deutschen Tierschutzbund oder PeTA. Nach unserer Auffassung stimmt diese Art der Berichterstattung in keiner Weise mit den Grundsätzen der „Richtlinien für die publizistische Arbeit nach den Empfehlungen des Deutschen Presserats“ überein.
Dass außerdem aufmerksame Zuschauer auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen für dumm verkauft werden, ist zwar nichts Neues, aber auch alles andere als vorbildlich.

Die AVN-Stellungnahme zum Beitrag können Sie hier herunterladen.

Über Rückmeldungen per email oder auf facebook würden wir uns freuen!

FMO 140309 084025

© F. Möllers