09.07.2017

Population wächst und wächst

Die Welsbestände in unseren Gewässern steigen weiter an. Viele Vereine haben Fragen zu den urigen Riesen.

Warum kommt es zu dieser Vermehrung? Stellen die großen Raubfische eine Bedrohung für andere Fischarten dar? Müssen wir unser Management umstellen? Oder den Fischbesatz anpassen?

Dr. Thomas Klefoth, AVN-Verbandsbiologe, enthüllte im Rahmen einer 4-teiligen Serie in der Fachzeitschrift "Cats Illustrated" einige Geheimnisse rund um den Wels, räumt mit gängigen Vorurteilen auf und gibt Tipps zur Fangbarkeit der Räuber.

Die 4 Fachbeiträge können in Abstimmung mit der Zeitschrift unten heruntergeladen werden (PDF, je 600kB).
Wenn Sie Interesse an einem Nachdruck in Ihrer Vereinszeitschrift haben, wenden Sie sich gerne an Thomas Klefoth: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wer sich schnell einen ersten Überblick über den Wels verschaffen möchte, dem empfehlen wir den AVN-Flyer "WELS". Er kann hier heruntergeladen werden: AVN-Flyer WELS (2017) PDF

Wir danken Dr. Rainer Becker für die Bereitstellung einiger Bilder für die Beiträge und dem Fischereiverein Celle für die Bereitstellung von (Fang)Daten.


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Foto: shutterstock / R. Stefanek

 


 

29.06.2017

Hauptsache draußen! Hauptsache angeln!

Der Dauerregen konnte 16 Kinder und Jugendliche gestern nicht davon abhalten von acht Uhr morgens bis in den späten Nachmittag zu angeln. Nebenbei entdeckten sie Süßwasserschwämme und Indisches Springkraut, und lernten von den BetreuerInnen das Werfen, das richtige Einstellen der Angeltiefe und verschiedene Ködermontagen.

Nachdem die Stadt Osnabrück zunächst auf Druck der Tierrechtsorganisation PeTA eingeknickt war und das Angeln aus dem Ferienpassprogramm gestrichen hatte (ethisch und pädagogisch bedenklich sollte es sein...), waren Angler, Eltern und Politiker aller Parteien auf die Barrikaden gegangen und hatten gegen die sinnfreie Entscheidung des Jugendamtes protestiert (wir berichteten).

Bis zuletzt wollte die Stadt der Veranstaltung Steine in den Weg legen. Zuletzt setzte sich das Engagement der Angler und der Niedersächsisch Westfälischen Anglervereinigung (NWA) durch. Der Verein übernahm die Abwicklung der Anmeldungen, sammelte die Kinder an der Geschäftsstelle in Wallenhorst ein, gab allen eine kindgerechte Einweisung in die Gedanken des Tierschutzgesetzes und sorgte für Verpflegung, Getränke und einen großen regensicheren Pavillon.

Angelgerätehändler aus Osnabrück (Specht's Anglershop und Sportfischerzentrum Osnabrück), Fishing Tackle Max GmbH stiftete Köder.

An einem Privatgewässer, idyllisch gelegen und mit ausreichend Fisch ging's morgens bei Regen los, der nur selten nachließ. Nach dem Motto: "Schlechtes Wetter gibt's nicht, nur unpassende Kleidung" waren alle Kinder von ihren Eltern mit Gummistiefeln und Regensachen ausgerüstet worden und angelten mit Begeisterung und viel Durchhaltevermögen auch im strämenden Regen weiter.
Natürlich gab's für die engagierten BetreuerInnen Dutzende "Tüddelagen" zu entheddern und Beistand zu leisten, wenn mal einige Zeit nichts beißen wollte. Große Aufregung verursachte auch eine Nutria, die seelenruhig zwischen den ausgelegten Ruten umherschwamm und von einigen vorschnell als "Biber" deklariert wurde.

Nach dem Mittagessen unter dem NWA-Dach (selbstgemachter Kartoffelsalat, Bockwürste und Frikadellen) wurden sieben Regenbogenforellen aus ihrer morgendlichen Salzlake in den Räucherofen verfrachtet. Pünktlich zur Ankunft der Journalisten der NOZ (Artikel s. hier), konnten die Fische dann noch warm auf Brötchen verzehrt werden. Und siehe da, selbst diejenigen, die anfangs noch sagten "ich mag keinen Fisch" waren schwer begeistert und mümmelten genüsslich ihre Räucherforelle.

Insgesamt eine tolle Veranstaltung, von der wir sehr hoffen, dass die Stadt sie im nächsten Jahr ohne wenn und aber und rechtzeitig für viele Anmeldungen wieder in das Ferienprogramm aufnimmt.

Ein herzliches Dankeschön an alle HelferInnen und Unterstützer - die Kinder werden von dem Tag sicher noch viel und lange erzählen!

alle Fotos: © Florian Möllers / AVN

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26.06.2017

Auf zum AVN-Angelzeltlager!

Lust auf zelten, chillen, angeln, Spaß haben?
Dann ist das AVN-Angelzeltlager am Oyter See vom 26. - 30. Juli genau das Richtige für Euch!
Das Vereinsgewässer des AV Achim ist 23ha groß und bis 14m tief und beherbergt neben großen Hechten und Welsen auch stattliche Barsche, Karpfen und große Weißfische.

Ab sofort können Eure Jugendwarte Euch in der Geschäftsstelle des AVN anmelden.
Alle notwendigen Unterlagen dafür, könnt Ihr hier downloaden.

Anmeldeschluss ist der 19. Juli!

Wir wünschen Euch jetzt schon tolle Tage, viel Petri Heil und viel Spaß!

 OyterSee Tiefenkarte


24.06.2017

Tolles Wochenende für AVN-Jugend

Gute Laune, bestes Wetter und Fangerfolge für alle Teilnehmer - 33 Jugendliche und ihre BetreuerInnen verbrachten ein sonniges und fischreiches Angelwochenende in Drakenburg an der Weser.

470 Fische wurden gefangen! Die allermeisten davon Schwarzmundgrundeln, bis hin zu einem stattlichen Exemplaren von fast 75 g. Alle gefangenen Weißfische wurden umgesetzt.
Während des Wochenendes konnten sich die TeilnehmerInnen auch im Casting vergleichen. Ausnahmetalent Miriam Rohde vom ASV Gieboldehausen stahl dabei den Jungs die Show in der Altersklasse der über 14-Jährigen. Bei den Jüngeren war Maximilian Kruk, er ist Mitglied der Niedersächsisch Westfälischen Anglervereinigung (NWA), der Treffsicherste.
Alle Jugendlichen, auch die Gewinner der Fragebogenaktion zu Themen des Fisch- und Gewässerschutzes, konnten als Anerkennung fürs Mitmachen und Gewinnen schicke Erinnerungsgaben mit nach Hause nehmen.

Ein herzliches Dankeschön an den ausrichtenden Verein, den AV Nienburg, an alle BetreuerInnen aus den Vereinen und an das Organisationsteam rund um Jugendleiter Hans-Peter Uckermann!

Und aufgepasst: Das nächste Event steht schon vor der Tür - das AVN Angelzeltlager am Oyther See!

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Fotos: AVN

13.06.2017

Größter Naturschutzverband Niedersachsens tagt in Rodenkirchen

Mit kleiner Verspätung aufgrund eines sehr willkommenen Foto-Termins für die regionale Presse eröffnete Präsident Werner Klasing die Mitgliederversammlung des Anglerverband Niedersachsen.

Nach der Begrüßung der Delegierten und Ehrengäste durch den Vorsitzenden des AV Stadland und Bezirksleiter des AVN, Klaus Bargmann, übernahm der Stellvertretende Bürgermeister von Stadland, Horst Mauritschat das Podium. Genauso wie nach ihm die Stellvertretende Landrätin, Ursula Schinski, schwärmte er von der schönen Landschaft in der Wesermarsch und ihren fischreichen Gewässern.

Staatssekretärin Almut Kottwitz (im Ministerium für Umwelt) lud die Angler in ihrem Grußwort ein, das Gespräch mit der Politik und dem Ministerium zu suchen. So könnten Probleme doch am besten aus der Welt geschafft werden. Die Kritik von Werner Klasing, dass der AVN sich seit Beginn der Amtszeit von Minister Stefan Wenzel mehrfach um einen Gesprächstermin bemüht habe, dieser aber immer wieder verschoben worden sei, überging die Bündnis90/GRÜNE-Politikerin.

Lutz Meyer, neuer Leiter des Dezernates Binnenfischerei beim Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), bedankte sich für die fachlich ausgesprochen kompetente und engagierte Zuarbeit seitens der Verbandsbiologen des AVN. Sein Dank galt auch allen AnglerInnen, die in ihren Vereinen so hervorragende Naturschutzarbeit an den Gewässern leisteten. Mit Blick auf die Kormoranverordnung kündigte er an, auf ausgewählte Vereine zuzugehen, die er um Unterstützung bei den Untersuchungen zur Wirksamkeit der aktuellen Verordnung bitten werde.

Wie zuvor Ursula Schinski und Almut Kottwitz bekannte sich auch Karin Logemann (SPD) zu einer Angelvergangenheit in Kindertagen und stellte heraus, wie wichtig es sei, dass junge Menschen beim Angeln Natur erleben und den Respekt vor ihren Mitgeschöpfen lernen würden. Sie bestellte außerdem Grüße ihres Abgeordnetenkollegen, Ronald Schminke, dem Sprecher für Fischereiangelegenheiten bei der SPD Niedersachsen.

Die unsäglichen Aktionen von PeTA gegen das Angeln und jüngst auch gegen Kinderangeln im Rahmen von Ferienpassaktionen verurteilte Dr. Gero Hocker in seinem Grußwort. Der FDP-Politiker und Angler stellte die Gemeinnützigkeit eines in seinen Ansichten derart extremen Vereins von nur neun ordentlichen Mitgliedern in Frage. Hier seien alle Parteien gefordert, weitere Haßtiraden gegen Kinder und Erwachsene zu verhindern.
Als Ehrengast, als lokaler Vertreter der FDP im Landtag und als Angler begrüßte Präsident Werner Klasing auch Horst Kortlang. Der Abgeordnete für den Wahlkreis Wesermarsch habe bereits vor etlichen Jahren seine Fischerprüfung abgelegt.

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Foto: F. Möllers / AVN

Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, MdL und am heutigen Tag auch Repräsentant der CDU, unterstrich die Wichtigkeit der Zusammenarbeit derjenigen, die Natur schützen, weil sie sie seit Jahrzehnten nachhaltig nutzen. Waldbesitzer, Imker, Jäger, Angler, Fischer - sie alle würden einen breiten Querschnitt der Gesellschaft repräsentieren, sich mit enormem Aufwand für die Natur einsetzen, sähen sich aber zunehmend der Willkür von Behörden und Politik ausgesetzt, die ihre angestammten Rechte beschneiden und sie bei der Ausübung ihrer Passion beschränken wollten.

Als Präsident des Deutschen Fischereiverbandes richtete Holger Ortel sein Grußwort an die Delegierten. Er betonte die Wichtigkeit eines starken Dachverbandes für die AnglerInnen in Deutschland.

Dr. Olaf Prawitt, Referent für Fischerei im Ministerium für Landwirtschaft, Harald Rohr, Vizepräsident des Landesanglerverband Sachsen-Anhalt und Tammo Meents, Vorsitzender der örtlichen Kreisjägerschaft, komplettierten die Liste der Ehrengäste.
Werner Klasing und Heinz Pyka teilten sich die dann folgenden verbandspolitischen Ausführungen. Letzterer stellte klar, dass noch längst nicht alle Kämpfe in Sachen Natura2000 ausgefochten seien. Nach der Ratifizierung der noch ausstehenden gut 200 Schutzgebiete würde die kritische Bewertung der nötigen Managementpläne für die neuen Gebiete den Verband vor erhebliche zeitliche und fachliche Herausforderungen stellen.
Ein Vortrag von Thomas Klefoth, Verbandsbiologe beim AVN, mit einem besonderen Fokus auf das aktuelle Großprojekt "Baggersee" beschloss den öffentlichen Teil der Versammlung pünktlich um 12.20 Uhr.

2018 findet die Mitgliederversammlung nördlich von Osnabrück statt, und zwar am 27. Mai.
Ausrichtender Verein ist dann die Niedersächsisch Westfälische Anglervereinigung (NWA), die 2018/19 ihr 100-jähriges Bestehen feiert.

Gegen 15.00 Uhr beendete Werner Klasing die Versammlung und bedankte sich noch einmal ausdrücklich für die gelungene Ausrichtung durch Klaus Bargmann und sein Team beim AV Stadland. Als Dankeschön überreichte Schatzmeister Günter Pöschl eine Barspende für die Jugendarbeit des Vereins.

Der AVN bedankt sich bei allen Delegierten, die zum Teil weite Anfahrten auf sich genommen und ihren Sonntag für den Verband verwandt haben.
Gleichermaßen geht unser Dank an die Ehrengäste und ihre sachlichen und positiven Beiträge.