07.06.2017

Angelverbote - Name, Logo, website neu - 2016 war was los!

Der zweite Jahresbericht im Magazinstil von Niedersachsens größtem Naturschutz- und Fischereiverband präsentiert einige der wichtigsten Ereignisse und Stationen des Verbandsjahres 2016.

Er steht ab sofort als PDF (16 MB) zum download bereit.

Wir wünschen viel Vergnügen bei der Lektüre und sind dankbar für Ihre Anregungen und Ihre Kritik.

GB2016 teaser web

Titel Geschäftsbericht 2016, Foto: Alexander Mustard

 

 

06.06.2017

Gemeinsame Exkursion auf der Havel

Der AVN, vertreten durch Präsident Werner Klasing, Vizepräsident Heinz Pyka, Ernst Otto und Thomas Klefoth, besuchte am 31. Mai das Havelprojekt des NABU Bundesverbandes.
Die gemeinsame Exkursion mit den NABU Verantwortlichen Rocco Buchta, Julia Mussbach, Sylke Bischoff und Dr. Kim Detloff diente dem Erfahrungsaustausch, speziell mit Blick auf das gemeinsame Projekt an der Aller im Rahmen der bundesweiten Aktion "Blaues Band" des Bundesministeriums für Umwelt.

An der Havel wurden und werden auf rund 100 km Flussstrecke Auenlandschaften geschaffen, Altarme angeschlossen und Steinpackungen entfernt. Erkenntnisse aus diesem Großprojekt und der zugehörigen Maßnahmen sollen auch auf die Aller in Niedersachsen übertragen werden.

Neben vielen faszinierenden Natureindrücken standen natürlich auch Gespräche über die Vereinbarkeit von Flussrenaturierungen und Angelnutzung im Mittelpunkt.
Im Brandenburger Teil der Havel darf trotz der umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen vollständig geangelt und gefischt werden.
In Sachsen-Anhalt wird darum aktuell noch  gestritten.
Alle Beteiligten waren sich darüber einig, dass das Modell aus Brandenburg mit vollständiger Angelnutzung vorteilhaft ist und dieses auch an der Aller angestrebt werden muss.

Altarm2

Altarm der Havel

Entfernung Steinpackung

Entfernung der Steinpackung


Gruppe Boot2

Exkursionsteilnehmer, alle Fotos: Th. Klefoth / AVN

01.06.2017

Happy Birthday BAGGERSEE – Ein Jahr Projektarbeit

BAGGERSEE feiert seinen ersten Geburtstag! Das Projekt-Team um Prof. Dr. Robert Arlinghaus vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und Dr. Thomas Klefoth vom Anglerverband Niedersachsen hat im gerade abgelaufenen ersten Projekt-Jahr einiges angeschoben:

So haben wir in allen Gewässern umfangreiche Befischungen vorgenommen, um den aktuellen Bestand zu erfassen. Dabei konnten wir beispielsweise in nicht fischereilich genutzten jungen Baggerseen atypische, unnatürliche Fischartengemeinschaften nachweisen – ganz im Gegensatz zu den fischereilich gehegten Seen. Zudem haben wir an den 16 bewirtschafteten Projektseen insgesamt 343 Angelstellen registriert. Schließlich wollen wir mit unseren geplanten Umsetzungsmaßnahmen nicht das Angelverhalten beeinträchtigen, zumal das Projekt durch eine gute fachliche Praxis in der Hege die Ökosystemdienstleistungen - wie zum Beispiel das Angeln - und die aquatische Biodiversität von Baggerseen steigern soll.

Erforschung der Artenvielfalt

Biodiversität und Artenvielfalt betrifft natürlich nicht nur die Fische. Wir haben auch die weitere Flora und Fauna vor Ort untersucht und dabei unter anderem auch eine bislang unentdeckte Biberburg gefunden und viele Pflanzen, Amphibien und Insekten in unsere Datensammlung aufgenommen, die wir derzeit sorgfältig auswerten.

Neben der Bestandsaufnahme von dem, was am, im und um dem See lebt oder wächst, haben wir auch die Planungen unserer Projektmaßnahmen vorangetrieben. So konnten wir einige Genehmigungsverfahren bei den Behörden anstoßen und sind aktiv in die Planung zu Besatz und den Markierungsoptionen der Fische gegangen. Wir wollen lebensraumverbessernde Maßnahmen mit dem traditionellen Fischbesatz vergleichen, deshalb arbeiten wir an einigen Testgewässern auch mit Fischbesatz.

Beprobung Web

Beprobung während der Frühjahrsbefischung.

Zusammenarbeit mit Angelvereinen angelaufen

In den letzten Wochen waren wir bei den beteiligten Angelvereinen zu Gast. In insgesamt acht Workshops haben wir das Projekt und die bislang vorliegenden Forschungsergebnisse vorgestellt und gemeinsam die Maßnahmenplanung vorangetrieben und dabei Termine für eine erneute gemeinsame Geländebesichtigung vereinbart. In Zusammenarbeit mit den Angelvereinen und den örtlichen Naturschutzbehörden legen wir in den nächsten Wochen fest, wo wir Erde abtragen und wieder eintragen dürfen, um neue Flachwasserzonen zu schaffen. Außerdem müssen wir gemeinsam klären, welche Holzressourcen an den Seeufern für die Totholzeinbringung geeignet sind und in wieweit wir Fremdholz organisieren müssen.

Wir haben einiges bewegt in unserem ersten Jahr im Projekt, das eine lange Vorlaufszeit hatte, bevor der Startschuss am 01.06.2016 fiel. Das waren allerdings überwiegend Aktivitäten auf dem Papier. Doch jetzt stecken wir seit einem Jahr endlich mitten drin in der Umsetzung!

BAGGERSEE wird mit einer Summe von 1,9 Millionen Euro gemeinsam gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Das BMBF fördert dieses Projekt als Forschung für Nachhaltige Entwicklungen (FONA); www.fona.de (Förderkennzeichen 3514685C20).

29.05.2017

Lust auf ein tolles Angelwochenende?

Angelbegeisterte Mädchen und Jungen aus unseren Vereinen laden wir herzlich ein zu den Jugendfischertagen 2017!

Vom 16.-18. Juni angelt Ihr in der Weser und am Schleusenkanal.
Fischarten: die ganze Palette von Aal bis Wels und Zander.

Organisiert wird das Wochenende vom Angler Verein Nienburg Weser e.V..

Untergebracht seid Ihr auf dem Campingplatz "Wasser-Sport-Weser" in Drakenburg, direkt an der Weser.
Die richten am Wochenende auch ein großes Sommerfest aus - daran könnt Ihr ebenfalls teilnehmen.

ACHTUNG: Anmeldeschluss ist der 09. Juni 2017

Folgende Dokumente braucht Ihr und Eure Betreuer für die Anmeldung:
Einladung
Schulbefreiung
Anmeldung
Zeitplan
Allgemeine Regeln

Wenn Ihr noch Fragen habt, wendet Euch bitte an den Jugendleiter des AV Nienburg, Michael Mailand - seine Nummer findet Ihr in der Einladung.

Wir wünschen Euch ein tolles Wochenende und schöne Stunden am Wasser!

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Schleusenkanal, Foto: AVN

18.05.2017

Große verendete Karpfen und Brassen

Experten des AVN vermuten natürliche Ursachen für das Sterben zahlreicher großer Brassen und Karpfen in der Hunte im Bereich des Schäferhofes und rund um den Dümmer See.
Etwas beunruhigend sind die am 17.05. gemessenen, geringen Sauerstoffwerte in der Hunte: Um 10.30 Uhr wurde durch eine Mitarbeiterin des NLWKN ein Wert von nur 5mg/l an der Brücke Schäferhof festgestellt. Normal wäre ein gut doppelt so hoher Wert für diese Jahres- und Uhrzeit.

Zum Thema "Tote Fische in der Hunte und im Dümmer" veröffentlichte der AVN heute eine Presse-Info, die Sie hier herunterladen können (PDF 240kB).


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Foto: © F. Möllers / AVN