12.04.2017

Ferienpassangebote in Rotenburg / Wümme bleiben bestehen

Innerhalb eines Tages hat der Bürgermeister von Rotenburg / Wümme, Andreas Weber (SPD), die Streichung der Angelangebote aus dem Ferienprogramm wieder zurückgenommen.
Politiker aller Parteien und Angler aus dem gesamten Bundesgebiet hatten über die sozialen Medien und in direkten Stellungnahmen deutlich gegen die Streichung protestiert.

Bastian Mengel, Vorsitzender des Angelsportvereins Wümme, hatte aus der Zeitung von der Streichung erfahren, suchte sofort das Gespräch mit Bürgermeister Weber, und siehe da: alles "nur ein Missverständnis", erklärte der Stadtvorsteher.

Egal wie, wir sind ausgesprochen dankbar für die große Solidarität mit der Jugendgruppe des Vereins und den Kindern und ihren Eltern aus Rotenburg und Umgebung.
Das ist ein sehr deutliches, sehr wichtiges Zeichen gegen die radikalen Vorwürfe der Tierrechstorganisation.

PETA hat weitere Städte in Niedersachsen angemahnt, Angelangebote zu streichen, z. B. Nordhorn im Emsland. Auch ein Angel-Feriencamp in der Schorfheide wurde von PETA mit Klage gedroht.

Wir bleiben am Ball und werden uns vehement dafür einsetzen, dass auch die Osnabrücker Stadtväter ihre Entscheidung noch revidieren (wir berichteten). Die Debatten laufen noch.


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Foto: © F. Möllers

05.04.2017

Umweltbundesamt präsentiert aktuellen Bericht

Das Umweltbundesamt (UBA) hat seinen Bericht "Wasserwirtschaft in Deutschland II - Gewässer in Deutschland - Zustand und Bewertung" aktualisiert.
Er steht zum Bestellen als gedrucktes Exemplar, aber auch als PDF download über die website des UBA zur Verfügung.
Der Vorgänger (Wasserwirtschaft in Deutschland - Grundlagen, Teil 1, 2014) kann ebenfalls von der Seite des UBA heruntergeladen werden.

Eine Übersicht und Erläuterung der europäischen Qualitätsstandards für Grundwasser, Fließ- und Stehgewässer, über die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und Maßnahmen zur Erreichung ihrer Ziele, enthält der Bericht ebenso wie beeindruckende Karten, Grafiken und Tabellen zum Zustand unserer Gewässer.
Allein der Teil über die Fließgewässer nimmt über 30 Seiten ein. Mit Recht, belegen die Daten, denn der ökologische Zustand der meisten ist absolut unbefriedigend oder schlecht.
Aktuelle Themen wie der miserable Zustand des Grundwassers (Vertragsverletzungsverfahren der EU) und die Nährstoffeinträge in Nord- und Ostsee und die Ästuarbereiche werden ebenfalls eindrucksvoll mit Fakten unterlegt.

Daten des Bundes und der Länder sowie aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen, Forschungsprojekten und eigenen Arbeiten des Umweltbundesamtes bilden die Grundlage für die Auswertungen und Darstellungen.

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Foto: © F. Möllers / AVN / Titelgrafiken: UBA

 

31.03.2017

Streichung aus dem Ferienpassprogramm soll zurückgenommen werden

CDU, FDP, GRÜNE, SPD und auch die AfD fordern die Verwaltung der Stadt Osnabrück auf, Angelangebote für Kinder wieder ins Ferienpassprogramm der Stadt aufzunehmen. Die generelle Verunglimpfung des Angelns durch PETA müsse aufhören, die Einflussnahme sei unverhältnismäßig, äußerte sich die SPD.

Die Jugendpflege der Stadt hatte Angelangebote aus dem Ferienpassprogramm gestrichen, nachdem PETA Ende 2016 einen Veranstalter einer Angelaktion angezeigt hatte - ohne Erfolg: die Staatsanwaltschaft wies die Klage zurück.

sat1 REGIONAL brachte gestern einen TV-Beitrag zur Entscheidung der Osnabrücker Stadtverwaltung (2:50 min)

So äußern sich Osnabrücks Politiker:

„Kinder und Jugendliche begreifen sich bei diesem Programm als Teil des komplexen und schützenwerten Ökosystems, eine Erfahrung, die von der Peta völlig außer Acht gelassen wird“, meinen SPD-Ratsfrau Kerstin Lampert-Hodgson, kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Fraktion und Fraktionsvorsitzender Frank Henning.
Und weiter: „Der gesamte Prozess ("des Angelns", Anm. d. Red.) stellt eine Förderung von sozialer Verantwortung dar, bei der unsere Kinder lernen, auf sich, andere und unsere Umwelt Rücksicht zu nehmen.

Moritz Gallenkamp, Vors. FDP Kreisverband Osnabrück: „Kinder lernen den Respekt vor dem Leben nicht dadurch, dass sie Fischstäbchen aus der Kühltruhe holen und denken, dass sie auf Bäumen wachsen.

*** Nur noch Kopfschütteln *** - so lautet ein post auf Facebook der CDU Ratsfraktion Osnabrück:
Dass die militante Tierrechtsorganisation Peta nach ihrem Scheitern bei der Osnabrücker Staatsanwaltschaft erreicht hat, dass die städtische Jugendpflege vor ihr einknickt und das Angeln aus dem Ferienpass streicht, ist nicht in Ordnung. Die CDU wird das in der nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses zur Sprache bringen." (Dr. Fritz Brickwedde, Fraktions- und Kreisvorsitzender, ehem. Generalsekretär der Deutschen Bundesstifung Umwelt).

Hier einige Berichte aus der NOZ zum download (PDF):
18. März 2017: NOZ - Streichung der Angelangebote
19. März 2017: NOZ - Danke, Peta, diese Bevormundung braucht niemand!
20. März 2017: AVN - Stellungnahme zur Streichung der Angelangebote
21. März 2017: NOZ - CDU und FDP kritisieren Streichung
27. März 2017: NOZ - PETA: Einschüchterungsversuche müssen aufhören
30. März 2017: NOZ - SPD OS will Angelangebote im Ferienpass


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Foto. F. Möllers

24.03.2017

AVN gegen PETA - Aalschmuggel - Äschen tot? - und mehr...

Der neue Newsletter vom Anglerverband Niedersachsen e.V. 2/2017 steht ab sofort zum download bereit (PDF, 720 kB).

Vielen Dank für Ihr Interesse!


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Foto: © F. Möllers

 

20.03.2017

AVN fordert Rücknahme der Entscheidung

Die Stadt Osnabrück hat Angel-Angebote aus dem Ferienpassprogramm für Kinder und Jugendliche gestrichen. Es gebe ethische Bedenken. Bedenken, die möglicherweise auf eine Anzeige der Tierrechtsorganisation People for the Ethical Treatment of Animals (PETA) gegen einen Veranstalter einer der Angel-Aktionen aus dem Jahr 2016 zurückgehen. 

Aus der Stellungnahme des AVN:
Angeln fördert persönlichen Reifeprozess bei Kindern

Prof. Dr. Wilfried Bos und Dr. Siegfried Uhl, Wissenschaftler und Dozenten aus dem Bereich der empirischen Bildungsforschung, stellen fest: "Frühzeitiges Angeln kann bei Kindern Verständnis für die Belange von Natur- und Tierschutz und den persönlichen Reifeprozess fördern".

(*2 (Zitat aus: Bos, Wilfried, und Privatdozent Dr Siegfried Uhl. "Die erzieherische Bedeutung des Angelns." Sozialwissenschaftliche Forschung in Diskurs und Empirie (2011): 3.))

AVN fordert sofortige Rücknahme der Entscheidung
"Die ethischen Bedenken der Stadt Osnabrück können wir weder fachlich noch menschlich nachvollziehen", kritisiert Werner Klasing, Präsident des AVN. "Wir fordern die Entscheidungsträger der Stadt Osnabrück zu einem klaren öffentlichen Bekenntnis für das Angeln auf und für seinen erzieherischen Wert für Kinder und Jugendliche. Und wir erwarten eine umgehende Wiederaufnahme der Angel-Aktionen in das diesjährige und zukünftige Ferienpassprogramm als Teil dieses Bekenntnisses."
Der AVN biete gerne beratende und fachliche Unterstützung an, die sicher dazu beitragen könne, Bedenken zu zerstreuen, so Klasing."

Die vollständige Stellungnahme können Sie hier herunterladen (PDF, 250kB)

Zum Bericht in der NOZ vom 17.03.2017 geht es hier:
http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/866435/osnabrueck-streicht-angel-kurse-aus-ferienpass

CDU und FDP unterstützen die Position des AVN in iher Stellungnahme:
http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/867516/heftige-kritik-am-angelverbot-beim-ferienpass

AVN FMO 161103 160201

Foto: © F. Möllers / AVN