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17.02.2017

Angeltouren abgesagt - Kutterkapitäne melden Umsatztief

In ihrem neuen Newsletter informiert die Allianz gegen Verbote der Freizeitfischerei in der Allgemeinen Wirtschaftszone (AWZ) über massive Rückgänge der Buchungen für Angeltouren in der aktuell geltenden Schonzeit für den Dorsch.
Auf bis zu 70% ihrer Einnahmen müssen die Kapitäne der Angelkutter verzichten: Angelvereine würden ihre traditionellen Touren absagen, der Verleih von Kleinbooten sei ebenfalls erheblich zurückgegangen, erste Anbieter wechseln nach Dänemark.

118 Mio EURO hängen allein an der deutschen Ostseeküste am Amgeltourismus. Jedes Kilogramm geangelter Dorsch ist damit zwischen 40 und 45 EURO wert. Die Tourismusverbände, genauso wie die Tourveranstalter befürchten weitere Umsatzrückgänge.

Interessant: Die Gegner der Angelverbote unterstellen der Bundesregierung, sie würde den Dorsch und seine Gefährdung nur aus Gründen der Pressewirksamkeit heranziehen, um Angelverbote zu begründen.

Denn der Dorsch gilt laut Bundesamt für Naturschutz in der Ostsee nicht als gefährdet und wird auch in keiner FFH-Verordnung für das Gebiet als Schutzziel oder als prioritäre Art in den Anhängen der Natura2000 Richtlinie für die Ostsee geführt.
Die Unterstützer der Allianz - und dazu gehört auch der Anglerverband Niedersachsen - sind nach wie vor der Meinung, dass Angelverbote und baglimits wie sie jüngst festgelegt wurden, nicht ausreichend fachlich begründet werden können, keinen effizienten Beitrag zur Bestandsstützung leisten und deshalb zurückgenommen werden müssen.
Die Freizeitangelei stellt nach Meinung der Allianz keine Bedrohung für die Bestände des Dorsches in der Ostsee dar.

Hier können Sie den aktuellen (2/2017) Newsletter der Allianz herunterladen (2,8 MB).


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Foto: © Mikhail Grigorev / shutterstock