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15.03.2017

Glasaale nach China verschifft

Mit Unterstützung von Europols Team im Einsatz gegen den Handel mit geschützten Tieren und von EuroJust haben Behörden in Spanien und Griechenland einen (von vermutlich Dutzenden!) Aal-Schmugglerring ausgehoben:
Glasaale im Wert von 2 Millionen EURO (2 Tonnen) sollten unter dem Siegel "Frischer Fisch" nach China verschifft werden.
Zusammen mit Goldbarren, Luxuslimousinen, Dokumenten und 1 Mio EURO cash...
17 Personen wurden bei Razzien in Griechenland und Spanien festgenommen.

Europol geht davon aus, dass in diesem Jahr bereits 10 t Glasaale mit einem Profit von 10 Mio EURO geschmuggelt wurden.

Nach Auskunft des International Council for Exploration of the Seas (ICES) verringerte sich die Menge der Glasaale vor Europas Küsten bis 2011 auf einen Wert von unter 1% im Vergleich zu vor 1980!
Das Aalförderprogramm der EU und der Länder soll dazu beitragen, die extrem gefährdete Population zu stüzen und eine nachhaltige Nutzung weiterhin zu ermöglichen. Die aktuellen Förderanträge für die Angelvereine in Niedersachsen werden derzeit bearbeitet, bald startet der Besatz.

Nach EU Recht müssen die Mitgliedstaaten dafür Sorge tragen, dass 40% der ausgewachsenen Aale ihre Laichwanderung ins Meer vollziehen können, um dann in der Sargassosee zu laichen.
Der Europäische Aal (Anguilla anguilla) steht außerdem im Anhang II von CITES (Convention on International Trade in Endangered Species / Vereinbarung über den internationalen Handel mit berdohten Arten).
Demnach ist der internationale Handel (Import in die EU und Export in Nicht-EU Länder) verboten.

FMO 140409 190922 2


Foto: © F. Möllers / AVN