Aktuelles

29.06.2017

Hauptsache draußen! Hauptsache angeln!

Der Dauerregen konnte 16 Kinder und Jugendliche gestern nicht davon abhalten von acht Uhr morgens bis in den späten Nachmittag zu angeln. Nebenbei entdeckten sie Süßwasserschwämme und Indisches Springkraut, und lernten von den BetreuerInnen das Werfen, das richtige Einstellen der Angeltiefe und verschiedene Ködermontagen.

Nachdem die Stadt Osnabrück zunächst auf Druck der Tierrechtsorganisation PeTA eingeknickt war und das Angeln aus dem Ferienpassprogramm gestrichen hatte (ethisch und pädagogisch bedenklich sollte es sein...), waren Angler, Eltern und Politiker aller Parteien auf die Barrikaden gegangen und hatten gegen die sinnfreie Entscheidung des Jugendamtes protestiert (wir berichteten).

Bis zuletzt wollte die Stadt der Veranstaltung Steine in den Weg legen. Zuletzt setzte sich das Engagement der Angler und der Niedersächsisch Westfälischen Anglervereinigung (NWA) durch. Der Verein übernahm die Abwicklung der Anmeldungen, sammelte die Kinder an der Geschäftsstelle in Wallenhorst ein, gab allen eine kindgerechte Einweisung in die Gedanken des Tierschutzgesetzes und sorgte für Verpflegung, Getränke und einen großen regensicheren Pavillon.

Angelgerätehändler aus Osnabrück (Specht's Anglershop und Sportfischerzentrum Osnabrück), Fishing Tackle Max GmbH stiftete Köder.

An einem Privatgewässer, idyllisch gelegen und mit ausreichend Fisch ging's morgens bei Regen los, der nur selten nachließ. Nach dem Motto: "Schlechtes Wetter gibt's nicht, nur unpassende Kleidung" waren alle Kinder von ihren Eltern mit Gummistiefeln und Regensachen ausgerüstet worden und angelten mit Begeisterung und viel Durchhaltevermögen auch im strämenden Regen weiter.
Natürlich gab's für die engagierten BetreuerInnen Dutzende "Tüddelagen" zu entheddern und Beistand zu leisten, wenn mal einige Zeit nichts beißen wollte. Große Aufregung verursachte auch eine Nutria, die seelenruhig zwischen den ausgelegten Ruten umherschwamm und von einigen vorschnell als "Biber" deklariert wurde.

Nach dem Mittagessen unter dem NWA-Dach (selbstgemachter Kartoffelsalat, Bockwürste und Frikadellen) wurden sieben Regenbogenforellen aus ihrer morgendlichen Salzlake in den Räucherofen verfrachtet. Pünktlich zur Ankunft der Journalisten der NOZ (Artikel s. hier), konnten die Fische dann noch warm auf Brötchen verzehrt werden. Und siehe da, selbst diejenigen, die anfangs noch sagten "ich mag keinen Fisch" waren schwer begeistert und mümmelten genüsslich ihre Räucherforelle.

Insgesamt eine tolle Veranstaltung, von der wir sehr hoffen, dass die Stadt sie im nächsten Jahr ohne wenn und aber und rechtzeitig für viele Anmeldungen wieder in das Ferienprogramm aufnimmt.

Ein herzliches Dankeschön an alle HelferInnen und Unterstützer - die Kinder werden von dem Tag sicher noch viel und lange erzählen!

alle Fotos: © Florian Möllers / AVN

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