Aktuelles

04.02.2018

Verbände positionieren sich und fordern stärkere Beteiligung

Der AVN ist einer von sechs unterzeichnenden Verbänden, die der Landesregierung deutlich ihre Gesprächsbereitschaft bei der Umsetzung der Natura2000-Vorgaben der EU zugesichert haben.
Gleichzeitig fordert er zusammen mit der ZJEN (Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen), den Familienbetrieben Land und Forst, dem Waldbesitzerverband, dem Landvolk und der Landesjägerschaft Niedersachsen eine stärkere Beteiligung und die Berücksichtigung der Interessen der Eigentümer- und Nutzerverbände.

Aus dem Positionspapier:
Die neue Landesregierung hat in ihrer Koalitionsvereinbarung festgelegt, die bisherigen Vorgaben zu Natura 2000 zu überprüfen, die EU Vorgaben zu berücksichtigen und Grundschutz und Vertragsnaturschutz miteinander zu kombinieren."

Alle Verbände begrüßen diese Aussagen, nur mangele es häufig an der entsprechenden Umsetzung auf Seiten der Unteren Naturschutzbehörden. Man wolle die anhaltenden Beschränkungen der Bewirtschafung von Flächen und der Nutzung in Naturschutzgebieten nicht länger hinnehmen. Hier würden Rechte der Eigentümer und Nutzer nach wie vor massiv beschnitten.

Das gemeinsame Positionspapier ging an alle Niedersächsischen Landtagsabgeordneten und das Landeskabinett.

Für die aktuelle Umsetzung der Natura2000 Richtlinie fordern die Verbände:

  • die landesweite Grundschutzverordnung für Natura 2000-Gebiete (bedeutet eine massive Zeitersparnis für die Behörden und weniger Beschränkungen für die Eigentümer/Pächter/Nutzer)
  • Regelungen, die nicht über die Umsetzung der Vorgaben der EU hinausgehen
  • bisherige Unterschutzstellungserlasse sind aufzuheben!
  • eine bessere Einbindung der Eigentümer/Nutzer/Verbände in die weitere Ausweisungspraxis
  • der Erschwernisausgleich soll auch auf bestehende Landschaftsschutzgebiete ausgeweitet werden

Hier können Sie das Positionspapier herunterladen.

FMO 080401 072658

Foto: F. Möllers