23.02.2017

Anglerdemo gegen anglerfeindliche Umweltpolitik

Bootsdemo am 22.04.2017 im Fehmarnsund!

Angler, Meeresangler, Brandungsangler, Bootsangler sowie Angelkutterbesitzer sind dabei. Die friedliche Demo richtet sich gegen Einschränkungen der Freizeitfischerei in der Ostsee.
Seit dem baglimit für den Dorsch sind die Buchungen für Angeltouren innerhalb der Schonzeit bis zu 70% eingebrochen.
Das vom Bundesumweltministerium (BMUB) geplante Angelverbot im Fehmarnbelt ist für die Betriebe nicht mehr zu verkraften.
„Das Fass ist voll, weitere Einschränkungen werden wir nicht überleben!“ so Willi Lüdtke vom Verband der Hochseeangelschiffbesitzer.

Aus der Einladung:
"Am 22. und 23. April findet in Burgstaaken/Fehmarn die Ausstellung Fishing Master Show (http://www.angelshow.de) statt.
Die Veranstalter rechnen mit über 10.000 interessierten Anglern.


Zur Einstimmung auf die Bootsdemo findet am Vormittag des 22. Aprils auf der Ausstellung eine Podiumsdiskussion mit Politikern und Anglern zu den aktuellen Beeinträchtigungen für den Angelsport am Hafen von Burgstaken statt. Im Anschluss geht es gegen 14:30 Uhr zur gemeinsamen Ausfahrt von Burgstaaken zur  Bootsdemo in den Fehmarnsund. Dort werden weitere Boote aus Heiligenhafen und Großenbrode hinzustoßen. Für die in Burgstaaken anwesenden Angler, die sich spontan an der Demo beteiligen wollen, wird aktuell eine Mitfahrbörse organisiert.


Für die Bootsdemonstration im Fehmarnsund haben sich bereits 20 Angelkutter aus dem gesamten Bereich Schleswig-Holstein sowie Mecklenburg-Vorpommern angemeldet. Rund 50 Kleinboote, die auf Fehmarn und Großenbrode beheimatet sind, haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Auch einige Fischereikutter haben sich solidarisch mit den Anglern erklärt und nehmen an dem Korso teil.


Interessierte Bootseigner  sind eingeladen, sich an der Bootsdemo zu beteiligen. Für weitere Informationen oder für eine verbindliche Zusage wird um Mitteilung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gebeten.


Lars Wernicke vom Organisationkomitee fordert alle Angler zum Mitmachen auf: „Es ist an der Zeit, ein gemeinsames Zeichen zu setzen gegen überzogenen Naturschutz und anglerfeindliche Umweltpolitik. Es ist Zeit zu handeln, um weitere Einschränkungen für den Angeltourismus zu verhindern!“

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Kutter kurz vor Hafen Burgstaaken / Fehmarn Foto: F. Möllers

17.02.2017

Angeltouren abgesagt - Kutterkapitäne melden Umsatztief

In ihrem neuen Newsletter informiert die Allianz gegen Verbote der Freizeitfischerei in der Allgemeinen Wirtschaftszone (AWZ) über massive Rückgänge der Buchungen für Angeltouren in der aktuell geltenden Schonzeit für den Dorsch.
Auf bis zu 70% ihrer Einnahmen müssen die Kapitäne der Angelkutter verzichten: Angelvereine würden ihre traditionellen Touren absagen, der Verleih von Kleinbooten sei ebenfalls erheblich zurückgegangen, erste Anbieter wechseln nach Dänemark.

118 Mio EURO hängen allein an der deutschen Ostseeküste am Amgeltourismus. Jedes Kilogramm geangelter Dorsch ist damit zwischen 40 und 45 EURO wert. Die Tourismusverbände, genauso wie die Tourveranstalter befürchten weitere Umsatzrückgänge.

Interessant: Die Gegner der Angelverbote unterstellen der Bundesregierung, sie würde den Dorsch und seine Gefährdung nur aus Gründen der Pressewirksamkeit heranziehen, um Angelverbote zu begründen.

Denn der Dorsch gilt laut Bundesamt für Naturschutz in der Ostsee nicht als gefährdet und wird auch in keiner FFH-Verordnung für das Gebiet als Schutzziel oder als prioritäre Art in den Anhängen der Natura2000 Richtlinie für die Ostsee geführt.
Die Unterstützer der Allianz - und dazu gehört auch der Anglerverband Niedersachsen - sind nach wie vor der Meinung, dass Angelverbote und baglimits wie sie jüngst festgelegt wurden, nicht ausreichend fachlich begründet werden können, keinen effizienten Beitrag zur Bestandsstützung leisten und deshalb zurückgenommen werden müssen.
Die Freizeitangelei stellt nach Meinung der Allianz keine Bedrohung für die Bestände des Dorsches in der Ostsee dar.

Hier können Sie den aktuellen (2/2017) Newsletter der Allianz herunterladen (2,8 MB).


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Foto: © Mikhail Grigorev / shutterstock

 

 

10.02.2017

Erfolgreicher Start in die neue Brutsaison für die AVN-Quappen

Projektleiter Matthias Emmrich hatte "so eine Ahnung", dass die Quappen in der AVN-Brutanlage nach der kalten 4. Januarwoche
ablaichen würden, sobald es 2017 11 web Quappennur wieder einige Grad wärmer würde. Genauso kam es auch.
So weit so gut, blieb nur die Frage, ob die Eier auch befruchtet wären. Denn Milchner und Rogner kann man bei lebenden Quappen eigentlich nur VOR dem Ablaichen mittels Ultraschall oder ähnlicher Verfahren unterscheiden - Möglichkeiten, die dem AVN bislang nicht zur Verfügung stehen.
"Wir waren eine Zeit sehr unsicher, ob unter unseren gut 25 Elterntieren überhaupt Männchen sind", berichtet Emmrich.

Immerhin konnte er sich darauf verlassen, dass in diesem Jahr die Technik mitspielen würde. Im Winter 2016 war die Temperatur in den Zuger-Gläsern mit den Eiern kurzzeitig über 12°C gestiegen. Viele tausend Eier verpilzten daraufhin. Ende 2016 wurde die Anlage komplett modernisiert: "Die Kühlung läuft einwandfrei", so Emmrich. "Dabei brauchten wir sie nach dem Ablaichen in den vergangenen zwei Wochen eigentlich nicht, da die Anlage mit winterkaltem Außen-Wasser gespeist wird."
Jetzt tut sich was in der "Quappen-Ursuppe": Dutzende Embryonalanlagen sind erkennbar, und es wird nur noch eine gute Woche dauern, schätzt Emmrich, bis die erste Schlupfphase beginnt.

Wir halten Sie auf dem Laufenden!


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Eine AVN-Quappe aus 2016, fotografiert im Spätsommer. Foto: © M. Emmrich / AVN