Artenschutzprojekt "Karausche"

Sie lagern Zucker ein und überleben so selbst das Durchfrieren von Gewässern oder das kurzfristige Trockenfallen. Niedrige Sauerstoffkonzentrationen machen ihnen weniger aus als den meisten anderen Fischarten. Sogar im Brackwasser fühlen sie sich wohl.
Echte Überlebenskünstler, diese Karauschen - warum also ein Artenschutzprojekt?

Ihren Platz auf der Roten Liste (2 = stark gefährdet) verdanken Karauschen der anhaltenden Zerstörung ihrer Lebensräume: kleine Tümpel und Auengewässer, Dorfteiche, Altarme. Dort lebten sie bis vor wenigen Jahrzenten überall und in großer Zahl.
Ziel des LSFV Projektes ist der Aufbau eines Zuchtstammes, um Jungfische in geeignete Gewässer entlassen zu können. Damit sollen vorhandene Bestände gestützt und verlorene wieder angesiedelt werden.

Angelvereine des LSFV Niedersachsen helfen dabei, letzte Bestände der Karausche zu identifizieren und Fische aus verschiedenen Flussgebietssystemen für die Nachzucht zu fangen. Gleich im ersten Projektjahr vermehrten sich diese Elterntiere in der Obhut von Fischzüchter Hartmut Böse auf natürliche Weise.
Die LSFV Vereine restaurieren außerdem seit Jahren mit großem Einsatz geeignete Kleingewässer, legen sie neu an oder helfen bei der Renaturierung oder Anbindung von Altarmen – ideale Lebensräume für die Karauschen aus der LSFV Zucht.

Die Niedersächsische BINGO Umwelt Stiftung fördert das Projekt.

Projektleiter: Thomas Klefoth t.klefoth(at)lsfv-nds.de

 

Pressemitteilungen zum Download:

Angler starten Artenschutzprojekt in der Aller

Artenschutzprojekt "Karausche" erfolgreich fortgesetzt

Karauschenbesatz 2015