Wolgazander (Sander volgensis)
Wolgazander
Merkmale:
Kleiner als der gewöhnliche Zander (bis 45 cm Länge), ausgeprägte dunkle Streifen an den Körperseiten, vergrößerte (Fang-) Zähne fehlen, vorderer Kiemendeckel mit Schuppen bedeckt, Maulspalte kann bis zur Augenmitte reichen.

Laichzeit:
Ende April–Juni, nie unter 12–14 °C, keine Nestbewachung, mehrmaliges Laichen möglich, Geschlechtsreife zwischen dem 3. & 4. Lebensjahr bei 20–30 cm.

Lebensraum:
In großen stehenden Gewässern vorwiegend im Freiwasser, in Kanälen und kleinen Flüssen auch in Ufernähe anzutreffen. Hält sich fast ausschließlich in direkter Grundnähe auf.

Lebensweise:
Alleine und in Gruppen anzutreffen. Im natürlichen Verbreitungsgebiet (Einzugsgebiete der Donau, Wolga und Ural) immer in Koexistenz mit dem bei uns heimischen Zander (Sander lucioperca). In Niedersachsen bisher nur im Mittellandkanal und Elbe-Seitenkanal nachgewiesen.

Gefährdung:
Im juvenilen Stadium hauptsächlich Zooplankton, mit zunehmender Größe (ab ca. 4 cm) vermehrt Wirbellose (Makrozoobenthos). Geschlechtsreife Fische fressen Fisch, bis zu einer Länge von 25 cm aber weiterhin auch Wirbellose. Es werden so gut wie keine oberflächennahen Futterfische gefressen (bspw. Ukelei oder Rotfeder). Frisst im Vergleich zum heimischen Zander kleinere Futterpartikel.

Schutzmaßnahmen:
Gebietsfremde Art!
Jeder gefangene Wolgazander ist unbedingt zu entnehmen!
Keinesfalls darf der Wolgazander in ein anderes Gewässer verbracht werden!