08.09.2019

Fast 30 TeilnehmerInnen beim AVN-Seminar

Fünf Tage lang drückten 29 AnglerInnen aus AVN-Vereinen die Schulbank in der AVN-Geschäftsstelle. Neben Fachvorträgen von MitarbeiterInnen des LAVES Dezernat Binnenfischerei und den Verbandsbiologen des AVN standen auch zahleiche praktische Übungen am Gewässer auf dem Stundenplan: Übungen mit Secchi Scheibe und Bodengreifer vom Boot aus, Elektrofischen in einem kleinen Fließgewässer, Fang und Bestimmung von Wasserorganismen und ihre Wertigkeit, der Einsatz verschiedener Netztypen und vieles mehr.
Abends traf man sich zum Grillen auf der Dachterrasse, und ein Angelausflug an den Kanal war dank freundlicher Unterstützung des FV Hannover ebemfalls Teil einer intensiven Woche.

Wer an einem der zukünftigen Lehrgänge teilnehmen möchte, melde sich bitte über ihren/seinen Verein in der AVN-Geschäftsstelle an. Das Land fördert die Ausbildung finanziell, für die fünf Tage kann Bildungsurlaub beantragt werden. Termine sind immer Anfang/Mitte Mai bzw. September. Kursort: Hannover. Unterbringung im Hotel in 2-Bettzimmern. Achtung: Die Kurse sind schnell ausgebucht!

Glückwunsch an alle erfolgreichen Teilnehmer!

Fotos: Th. Klefoth / AVN

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04.09.2019

Schulkinder senken, keschern, tümpeln am Grenzfluss

Südlich von Glandorf, im Süden des Landkreis Osnabrück, hatten Hagen Regente (NWA) und Stefan Farwick (LJN und Naturfreunde Glandorf) Viertklässler aus der Grundschule Füchtorf an die Bever eingeladen.
Der kleine Fluss fließt an der Landesgrenze zu Nordrhein Westfalen zwischen Maisfeldern durch typische Agrarlandschaft und war bis vor wenigen Jahren schlecht strukturiert und wenig dynamisch. Dann kamen die Bagger, brachten an mehreren Stellen Lenkbuhnen aus Baumstämmen und großen Steinquadern ein und hauchten dem Fluss wieder Leben ein. Das hat sich gelohnt. Strömungsvarianz und Artenvielfalt wurden erheblich aufgewertet und viele neue Lebensräume geschaffen.

Die Schulkinder sollten unter Anleitung von Hagen und Stefan verstehen, was solche Maßnahmen für einen Fluss bedeuten und welche Folgen das hat für Fische und andere Wasserlebewesen.
In mehreren Gruppen konnten die Kinder keschern oder mit langen Teleskopstäben senken und die Uferregion der Bever erkunden. Mit Erfolg: etliche Alande und Moderlieschen gingen dank Anfüttern auf die Senken, sogar eine Bachschmerle war unter den Fängen! Dazu gab es Libellenlarven, Eintagsfliegen, Ruderwanzen und viele weitere Kleinlebewesen zu bestimmen. Ein weiteres highlight: eine lebende Flussmuschel.
Nach dem Frühstück am Flussufer warteten weitere tierische Überraschungen in den bis dahin verhüllten Aquarien auf die Kinder: riesige Signalkrebse und ein Katzenwels - "mega!", waren sich alle einig.

Der Unterricht fand im Rahmen des Projektes "Erlebnis Natur- Ist doch Ehrensache" statt. Mehr als 90 Jäger und Angler in Niedersachsen werden mit Unterstützung regionaler Umweltbildungszentren für die naturpädagogische Arbeit mit Grundschulkindern ausgebildet. Sie sollen in die Lage versetzt werden, mit den Kindern heimische Naturräume zu erkunden und für die nachhaltige Nutzung von Fisch und Wild und die Naturschutzleistungen von Anglern und Jägern zu werben.
Die Ergebnisse der Qualifizierungsoffensive und auch das zugehörige "Infomobil" werden auf der Pferd & Jagd der Öffentlichkeit präsentiert.

Hier einige Eindrücke der Kinder an der Bever.
Fotos: F. Möllers / AVN

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30.08.2019

Fachseminar zum Fischarten- und Gewässerschutz

Der LFV Westfalen Lippe lädt Interessierte zur Neuauflage der AFGN Tagung nach Bad Lippspringe ein:

Datum: 28.09.2019
Beginn: 10.00 Uhr // Ende: 16.00 Uhr
Ort: Bad Lippspringe, Kongresshaus, Burgstraße 19, 33175 Bad Lippspringe

Experten berichten aus der Praxis für die Praxis - und stehen persönlich für Fragen zur Verfügung das lohnt sich!
Das Programm und die Anmeldung können Sie hier herunterladen.

Auszug:
10.00 Uhr Begrüßung
10.15 Uhr "Die Almeäsche - Ein Artenschutzprojekt von Anglern für Angler"
11:00 Uhr "Kooperation von Anglern und Fischzüchtern"
PAUSE
13:00 Uhr "Folgen der Kormoranprädation auf die Artengemeinschaft von Fließgewässern"
13:45 Uhr "Immer der Nase nach - Wanderfische in der Lippe"
PAUSE
15:00 Uhr "Best of DIDSON - Einsatz akustischer Kameras in der Fischereiforschung"

Der Eintritt ist frei!

Anmeldung bis zum 13.09.2019 in der GST des Landesfischereiverband Westfalen & Lippe per email, telefonisch oder über das Anmeldeformular.

Foto: © Florian Möllers

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30.08.2019

AVN schaltet Finanzamt Stuttgart ein


"Die Verfolgung politischer Zwecke ist im Steuerrecht nicht gemeinnützig."
So heißt es unter anderem in einem Schreiben des AVN an das Finanzamt.
Der Verband will nach den "Angler in Sicht?" Verhaltensempfehlungen der Tierrechtsorganisation prüfen lassen, ob die Gemeinnützigkeit gegeben ist.

Weiter heißt es in dem Schreiben, das Sie unten im Original herunterladen können (ohne Screenshots des Original PeTA-posts):
"Im Ergebnis ist also die Frage des Rechtsbruchs eindeuutig zu beantworten.
Ebenso klar erscheint, dass Gemeinnützigkeit und Aufruf zu Rechtsbruch nicht kompatibel sind.
Daher erscheint es uns angebracht, die Gemeinnützigkeit unter den o.a. Aspekten neu zu bewerten bzw. zu überprüfen."

Hier geht's zum Originaltext des Anschreibens.

Collage: AVN
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27.08.2019

Fischschutz in Zeiten des Klimawandels

Miriam Staudte und ihr Kollege, Christian Meyer, beide stellv. Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN in Niedersachsen, hatten eine Delegation des AVN in den Landtag eingeladen.

Ziel war der Austausch über aktuelle Probleme der Angler, über Fisch- und Gewässerschutz.

Werner Klasing, Heinz Pyka, Ralf Gerken und Florian Möllers informierten die Politiker über

(1) den Wert der Beschattung von Fließ- und Standgewässern angesichts der bestehenden und noch zu befürchtenden Klimaveränderungen,

(2) die Notwendigkeit, bei der Wasserkraft ein politisches Zeichen zu setzen und den Bau neuer Anlagen zu unterbinden, überflüssige zurückzubauen und alte nachzurüsten mit funktionsfähigen Fischwanderhilfen, sowie über die notwendige Abschaltung bestehender Großanlagen in der Weser zu Zeit intensiver Fischwanderungen,

(3) die Wichtigkeit eines "Aktionsplan Aquatische Lebensräume" der nds. Landesregierung ab 2020, um insbesondere die WRRL mit viel mehr Nachdruck als bisher umzusetzen

(4) die Wichtigkeit eines Wandels in der öffentlichen und insbesondere der behördlichen Wahrnehmung und Wertschätzung von aquatischen Lebewesen, nicht nur Fischen - aktuell angesichts der Diskussion um das Insektensterben, das aquatische Insekten nahezu vollkommen außer acht lässt.

Nicht neu, aber hochaktuell, das Thema Kormoran und hier der Entwurf für die Änderung der Kormoranverordnung.
Ein Entwurf, den der AVN auf keinen Fall mittragen wird. Und der wieder einmal die Frage aufwirft, warum selbst die Oberste Naturschutzbehörde nicht offen ist für Sachargumente und offenbar derart stark vom Vogelschutz dominiert wird, dass Lebewesen  unter Wasser einfach ein geringerer ökologischer Lebens/Stellenwert beigemessen wird.

Über derartige Verfahren, die in der Verbändebeteiligung landen, werden die Parlamentarier übrigens nicht informiert - selbst dann nicht, wenn sie wie Frau Staudte und Herr Meyer in ihrer Partei für die Themen "Umwelt/Agrar (also auch Fischerei)" oder "Naturschutz" zuständig sind.

Auch das Thema "NATURA2000" durfte nicht fehlen mit Blick auf die Verweigerung der Unteren Naturschutzbehörde im LK Osterholz gegen die fachlich begründete Kritik des AVN gegen die geplanten, massiven Angelverbote an der Unteren Wümme.

Vereinbart wurde ein regelmäßiger Informationsaustausch, um sich besser auf politischer Ebene für Fische und Gewässer einsetzen zu können.

Foto: St. Hoffmann, GRÜNE
(v.l.n.r.: Ralf Gerken, Christian Meyer (GRÜNE), Heinz Pyka, Miriam Staudte (GRÜNE), Werner Klasing, Florian Möllers

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