02.10.2018

Bedrohte Edelkrebse werden ausgesetzt

Am Baggersee in Immensen (südlich der Immensener Landstraße) werden am Sonntag, 07.10.2018, im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung etwa 300 Edelkrebse (Astacus astacus) ausgesetzt.

Die Großkrebsart ist in ganz Europa vom Aussterben bedroht. Hintergrund: Gebietsfremde Arten aus Nordamerika, wie der Kamberkrebs und insbesondere der Signalkrebs, sind potenzielle Überträger verschiedener Erreger der so genannten Krebspest. Gelangen diese Krebsarten oder auch nur die Erreger (etwa über Gummistiefel, Kescher oder bei Hochwässern oder Unterhaltungsmaßnahmen) in ein Gewässer, infizieren sie die heimischen Krebse, die der Krankheit innerhalb weniger Wochen zum Opfer fallen - oftmals die gesamte Population.

Der AVN ist Partner eines neuen Forschungsprojektes des Alfred-Wegener-Institutes in Bremerhaven mit Namen MANAKA.
Wissenschaftler wollen unter anderem in Kooperation mit Angelvereinen und anderen Gewässereignern / - pächtern geeignete Gewässer für den Besatz mit Edelkrebsen identifizieren und anschließend mit Krebsen besetzen. Der Baggersee in Immensen ist eines dieser Gewässer. Des weiteren wird ein Leitfaden für Gewässerpächter erstellt, der bei der Wiederansiedlung der bedrohten Großkrebse helfen soll.

Ort: Baggersee Immensen, Immensener Landstraße
Beginn: 16.00 Uhr, für das leibliche Wohl der Teilnehmer ist gesorgt.


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Foto & ©: Florian Möllers

02.10.2018

Pflichtaufgabe für Angelvereine

Die Kormoranverordnung in Niedersachsen steht auf dem Prüfstand.
Einige von Ihnen haben bereits an den Zählungen im vergangenen Herbst und Winter teilgenommen und wichtige Daten geliefert.

Jetzt bittet das LAVES Dezernat Binnenfischerei ALLE ANGELVEREINE IN NIEDERSACHSEN noch einmal um ihre wichtige Mithilfe:
Über einen Fragebogen werden weitere Daten zum Kormoran an unseren Gewässern erhoben.
Es geht um Ihre Gewässer, um Bebobachtungen von Kormoranen oder gar Schäden, um Vergrämung und mögliche rechtliche Verfahren.
Wir sind DRINGEND AUF IHRE WERTVOLLE MITHILFE ANGEWIESEN!

Wenn wir in Sachen Kormoran etwas ändern wollen, brauchen wir verlässliche Daten.
Bitte unterstützen Sie uns und die Behörden dabei - vielen Dank!

Hier können Sie den Fragebogen herunterladen.
Abgabefrist ist der 15.10.2018
Alle Daten werden für die Auswertung anonymisiert.


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Foto & ©: Florian Möllers

07.09.2018

TV-Team begleitet AVN-Biologen

Gestern lief auf 3sat im Format "nano" ein Beitrag über unser Forschungsprojekt "Baggersee".
Die Filmemacher interviewten AVN-Verbandsbiologe Thomas Klefoth, auf Seiten des Anglerverband Niedersachsen e.V. verantwortlicher Leiter des Projektes "Baggersee", und Wissenschaftler des Leibniz Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei während ihrer Arbeiten am Meitzer See, nördlich von Hannover. Schwerpunkt: Totholzeintrag und die damit hoffentlich einhergehende Steigerung der Artenvielfalt im Gewässer.

Den Beitrag können Sie in der 3sat Mediathek unter diesem link anschauen (ab 8:10):
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=75611


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Auch am Linner See im LK Osnabrück wurde Totholz eingebracht, Foto: © F. Möllers / AVN

03.09.2018

BAGGERSEE ist UN-Dekade-Projekt des Monats

Jeden Monat wird über eine öffentliche Online-Abstimmung eines der aktuell ausgezeichneten Projekte im Rahmen der UN-Dekade für Biologische Vielfalt in Deutschland zum "Projekt des Monats" gewählt.

Herzlichen Dank an alle, die auf facebook und anderen Medien für BAGGERSEE gestimmt haben!
Das Gemeinschaftprojekt vom Anglerverband Niedersachsen, vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei und der Technische Universität Berlin wurde jüngst zum Projekt des Monats August 2018 gewählt.

Im kommenden Jahr entscheidet eine Fachjury, welches Monatsprojekt zum Jahressieger 2018 erklärt wird.
Der Gewinner erhält eine Auszeichnung und 1.000 Euro.

Weitere Infos zum Projekt des Monats gibt es hier:
https://www.undekade-biologischevielfalt.de/…/monatsprojek…/

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Foto: Angelfoto-Archiv, © Florian Läufer

27.07.2018

Hitzewelle führt zu Fischsterben zwischen Nordsee und Harz

...und es wird noch schlimmer, wenn man auf die Wetterkarte schaut.

Was können Sie tun?
Leider nicht allzu viel.
Diese Maßnahmen können helfen:

  • ab sofort regelmäßige Kontrolle Ihrer Vereinsgewässer und Messung der Sauerstoffwerte
  • im akuten Notfall Belüftung des Gewässers durch THW/Feuerwehr (auch und gerade nachts!) - aber VORSICHT: kein sauerstofffreies Tiefenwasser unterhalb der Sprungschicht/nahe des Gewässergrundes hochpumpen!
  • Umsetzen von Fischen
  • freiwilliges Aussetzen des Angelns
  • Hinweise / Bitte an Landwirte und Bevölkerung, kein Wasser aus Gewässern zu entnehmen

In unserem aktuellen "nachgehakt" haben wir die Hintergründe, mögliche Maßnahmen und Empfehlungen für Angler zusammengestellt.

ACHTUNG! Zum Bergen & Umsetzen von (bedrohten) Fischen:
Der AVN hat sich beim Ministerium für Landwirtschaft und dem LAVES dafür eingesetzt, dass unsere Vereine von der sonst geforderten Genehmigungspflicht entbunden werden.
Ein großes Dankeschön an Dr. Olaf Prawitt (ML) und Lutz Meyer, Leiter Fischereikundlicher Dinest beim LAVES, für das Verständnis und die blitzschnelle und unbürokratische Unterstützung in dieser Notsituation!

Folgende Auflagen müssen erfüllt sein, bevor Fische umgesetzt werden dürfen (Zitat LAVES, 27.07.2018):

  • "Fischbergungen sind dem Fischereikundlichen Dienst in jedem Fall vorab per Email (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zur Kenntnis zu geben.
  • Während der üblichen Dienstzeiten wäre eine ergänzende telefonische Benachrichtigung des Fischereikundlichen Dienstes hilfreich.
  • Dabei sind alle notwendigen Angaben zu machen (Durchführender Verein, Ansprechpartner mit Telefonnummer, Datum, Gewässer, ggf. spezielle Zielarten).
  • Sofern Elektrofischereigeräte zum Einsatz kommen sollen, sind die Namen der Elektrofischer und die Elektrofischereigeräte aufzulisten.
  • Die Genehmigung des Fischereikundlichen Dienstes zur Fischbergung mittels Elektrofischerei oder auch die Zulassung einer Ausnahme gilt damit widerruflich als erteilt.
  • Über die Fischbergung ist dann ein formloses Protokoll anzufertigen, welches nähere Angaben zur Fischbergung (insbesondere Arten, Mengen, Größenklassen, Verbleib) enthält und dem Fischereikundlichen Dienst zur Kenntnis zu geben.

Zum Wiederaussetzen der geborgenen Fische in andere Gewässer ist in Jedem Fall vorab eine Zustimmung des dortigen Fischereiberechtigten bzw. Fischereipächters einzuholen (vgl. § 40 Abs. 1 Nds. FischG)."

Hier die Nachricht des LAVES im vollständigen Wortlaut.

Falls Sie Fragen haben, rufen Sie die Mitarbeiter des AVN gerne an:
Dr. Matthias Emmrich
Dr. Thomas Klefoth
Katrin Wolf
Florian Möllers
Ralf Gerken

Wir hoffen auf Regen...

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An und in den Gräben des Ochsenmoores am Dümmer liegen kapitale Hechte, Schleien und Karpfen verendet auf dem Trockenen, Foto: © AVN / F. Möllers