24.03.2020

Aber mit Einschränkungen!

Es gelten die am 22.03.2020 von der Bundesregierung festgelegten Einschränkungen für den Aufenthalt im öffentlichen Raum / im Freien.

Bewegung an der frischen Luft: ja, aber maximal in Begleitung einer haushaltsfremden Person.

Abstand einhalten versteht sich hoffentlich von selbst!
1,5 - 2m! machen DEN ENTSCHEIDENDEN UNTERSCHIED!

Wir verweisen auf die aktuellen Hinweise zum Angeln des Nds. Ministerium für Landwirtschaft und dem LAVES Fischereikundlicher Dienst.


Eine ständig aktualisierte Übersicht finden Sie hier

oder auch bei Angelmagazin.de


Wir wünschen allen viel Freude am Wasser!

Hier der komplette Wortlaut der Internetseite des Ministeriums für Landwirtschaft / LAVES:

Bleibt das Angeln trotz Einschränkungen seitens des Bundes und verschiedener Maßnahmen in den Ländern weiterhin grundsätzlich erlaubt, sofern die Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte beachtet werden?

Es wird grundsätzlich darauf hingewiesen, dass alles dafür getan werden muss, einen unkontrollierten Anstieg der Fallzahlen zu verhindern und das Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten. Dies dient neben dem persönlichen Schutz vor allem auch dem Schutz der Allgemeinheit.

Die Niedersächsische Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte anlässlich der Conora-Pandemie vom 27.03.2020 zielt ausdrücklich auf die Unterbindung sozialer Kontakte ab. Es handelt sich dabei nicht um eine pauschale Ausgangssperre, Bewegung im Freien und an der frischen Luft soll weiterhin möglich sein.

Das Fischereirecht (vgl. § 1 Abs. 1 Nds. FischG) ist zwar ein eigentumsgleiches Recht, jedoch ist für die individuelle Ausübung der Angelfischerei durch die einzelnen Vereinsmitglieder oder Gastangler keine unbedingte Erfordernis gegeben. Nach derzeitigem Sachstand ist gemäß § 3 Ziffer 1 der Verordnung "die körperliche und sportliche Betätigung im Freien" weiterhin gestattet und somit in diesem Sinne auch das Angeln (unter zwingender Einhaltung aller Regeln der Verordnung).

Insbesondere sind Kontakte außerhalb der eigenen Familie oder Haushalts auf ein Minimum zu reduzieren (§ 1) und ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Darüber hinaus sind Gruppenbildungen und nicht das Angeln selbst betreffende öffentliche Verhaltensweisen wie Picknicken und Grillen untersagt.

Sind gewerblich betriebene Angelseen und -teiche derzeit ganzflächig in Niedersachsen geschlossen?

Gewerblich betriebene Angelseen und -teiche sind derzeit ganzflächig in Niedersachsen zu schließen, da sie nicht unter die in § 3 Ziffer 6 der oben genannten Niedersächsischen Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte anlässlich der Conora-Pandemie vom 27.03.2020 aufgeführten Betriebe und Einrichtungen fallen, in denen eine Versorgung mit Lebensmitteln, Gütern oder Dienstleistungen des täglichen Bedarfs zulässig ist.

Ist die Freizeitfischerei auch ohne direkten Wohnsitz in Niedersachsen bzw. als Tourist erlaubt?

Ein Verbot für das Angeln in Niedersachsen ohne direkten Wohnsitz in Niedersachsen besteht per Niedersächsischer Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte anlässlich der Conora-Pandemie vom 27.03.2020 nicht. Es wäre auch weiterhin für „Touristen“ möglich, sofern in ihrem Bundesland keine weitergehenden Beschränkungen oder im betreffenden Mitgliedstaat nicht Ein- und Ausreisebeschränkungen gelten. Grundsätzlich sind nicht unbedingt erforderliche Reisen in der derzeitigen Situation zu vermeiden. Ebenso sind Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Hausstands gehören, auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Es wird darauf hingewiesen, dass für den touristischen Bereich es den Betreibern von Beherbergungsstätten, Hotels und vergleichbaren Angeboten, Campingplätzen, Wohnmobilstellplätzen sowie privaten und gewerblichen Vermietern von Ferienwohnungen und dergleichen untersagt ist, Personen zu beherbergen. Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass die niedersächsischen Inseln für Touristen zunächst bis zum 18.04.2020 gesperrt sind. Vom niedersächsischen Gesundheitsministerium wurden Touristen aufgefordert, bis zum 26. März von dort abzureisen.

Sind dazu die notwendigen Wege bzw. Fahrten zum Erwerb von Angelerlaubnis, zu Köderautomaten und an die Gewässer etc. ebenfalls zulässig?

Die notwendigen Wege sind unter Beachtung der derzeit gültigen Niedersächsischen Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte anlässlich der Conora-Pandemie vom 27.03.2020 (insbesondere Kontaktvermeidung) erlaubt. Das Aufsuchen von Verkaufsstellen zum Erwerb von Angelerlaubnissen, sofern nicht ohnehin von Amtswegen geschlossen, wäre ebenfalls nur unter strikter Beachtung der derzeit gültigen Verordnung möglich. Für den Erwerb von Angelerlaubnissen, Ködern und Zubehör wird, sofern verfügbar, auf die Nutzung von Onlineangeboten hingewiesen.


Foto: © Florian Möllers

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20.03.2020

Angler besetzen mehr als 3 Millionen junge Aale

Seit Donnerstag 19.03. läuft der Besatz mit Glasaalen durch die Vereine des AVN in Niedersachsen. Hunderte von Anglern helfen jedes Jahr aufs neue im Ehrenamt bei dieser landesweit größten Natur- und Artenschutzmaßnahme. Mehr als 3 Millionen Jungaale, fast ausschließlich Glasaale, bringen sie in ihre Vereinsgewässer aus. Die Fische kommen aus Frankreich, von wo aus sie mit Transportern innerhalb eines Tages nach Niedersachsen gebracht werden. Eine weitere Stunde später schwimmen sie schon in ihren neuen Heimatgewässern.

Gerade der Besatz mit Glasaalen wird immer wieder auch von Anglern in Frage gestellt:
Da werden 300 Millionen Glasaale / Jahr nach Asien geschmuggelt für die Mast, ein Milliardengeschäft, und quasi "obendrauf" auf diesen mutmaßlichen "Verlust" für den natürlichen Aufstieg der Jungaale besetzen Angelvereine hierzulande weitere Millionen Glasaale.

Warum also Glasaale besetzen?
Europäischer Aal = Rote Liste 1 Art, vom Aussterben bedroht
Der Aal ist international stark gefährdet, in mehreren Unterarten. Mit der Verbaaung unserer Fließgewässer begann der massive Zusammenbruch seiner Bestände. Etwa 55.000 Querbauwerke - von kleinen Sohlabstürzen bis zu gigantischen Wasserkraftwerken - gibt es in Deutschland, gut 7.000 davon in Niedersachsen. Fast alle stellen unüberwindbare Hindernisse dar oder erschweren den Aufstieg - für etliche Fischarten, und nicht nur für die laichreifen Blankaale, sondern auch für aufsteigende Glasaale.

EU Aal-Managementpläne
Um dem entgegen zu wirken, schreibt die EU-Aalverordnung für diverse Flussgebietssysteme das Erreichen von Mindestzahlen für die Blankaalabwanderung vor. Solange der Rückbau von Kraftwerken illusorisch ist, bleibt nur der Besatz mit Jungfischen. Bereits 2009 waren 90% der bei Gorleben in der Elbe gefangenen Aale solche aus Besatzmaßnahmen.
Aktuellere Untersuchungen aus Brandenburg (Havel) und Schleswig-Holstein (Schlei) bestätigen diese hohen Zahlen. Ein Großteil der Aalfänge in unseren Flüssen geht auf Besatzmaßnahmen zurück.
Würde man den Besatz mit Jungaalen einstellen, stünden zwar mehr Glasaale für die natürliche Einwanderung in Binnengewässer zu Verfügung. Der Weg in deren Oberläufe ist aber faktisch fast überall vollkommen durch Querbauwerke verbaut.


Kurz- und mittelfristig unverzichtbar
Aalbesatz ist momentan für die Gewährleistung einer ausreichenden Blankaalabwanderung aus Binnengewässern, wie sie in der EU-Aalverordnung gefordert wird, das einzige Mittel der Wahl. Ohne Glasaalbesatz = keine Blankaalrekrutierung auf Hunderttausenden Kilometern Fließgewässer in Deutschland.

Zertifizierung von Fangbetrieben
Kritiker merken an, der Glasaalfang im Küstengebiet und der Transport zu den Besatzgewässern könne mit erheblichen Verlusten verbunden sein (in Abhängigkeit von der verwendeten Fangmethode und den Transportbedingungen). Noch 2007 wurden an einer Flussmündung in Frankreich 40 % Mortalität beim Glasaalfang ermittelt.
Nach Einführung von strengeren Kontrollen, verbesserter Fangtechnik und einem Zertifikat durch die Sustainable Eel Group, ist die Sterblichkeit bei Fang und Transport erheblich zurückgegangen.
Aktuell liegen die Verluste durch den Transport bei den Aallieferungen für die AVN-Vereine im Schnitt bei unter 2%.
 
Vielen Dank an alle Helfer für ihren ehrenamtlichen Einsatz für den Artenschutz!

Foto: © Florian Möllers

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07.03.2020

Für besseren Fischschutz in Niedersachsen

Im Rahmen eines Elektro-Fischens des Fischereiverein Einbeck verliehen Dr. Matthias Emmrich (AVN-Verbandsbiologe) und Dr. Benjamin Krause (1. Vorsitzender FV Einbeck) die Patenschaftsurkunde an Frank Doods.
Der Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz in Niedersachsen diskutierte mit den Äschen-Experten aus Verband und Verein über dringend notwendige Verbesserungen beim Fischartenschutz - speziell auch für die stark bedrohte Äsche.

Schutz und Förderung heimischer Fische und ihrer Lebensräume auf Augenhöhe mit dem Vogel- und Amphibienschutz (auch finanziell) - das ist das eklärte Ziel des AVN. Die Gespräche dazu sollen im Ministerium noch im März intensiviert werden.

Der AVN begleitet das gemeinsame "Artenschutz Projekt" Äsche des FV Einbeck seit 2015/16. Seit 2018 ist auch die Georg-August-Univsersität Göttingen Projektpartner.

Fotos: © F. Möllers / AVN
(1. Foto v.r.n.l.: Dr. Benjamin Krause (FV Einbeck), Dr. Matthias Emmrich (AVN), Frank Doods (MU), Christian Lodder (Goerg-August-Univ. Göttingen).

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01.03.2020

Anreize für die Jugendarbeit und Aktuelles aus dem AVN

Auf Einladung des AV Nienburg, der in diesem Jahr sein hundertjähriges Bestehen feiert, trafen sich die AVN-Jugenwarte und ihre Stellvertreter am Sonntag in Estorf an der Weser.

Nach der Begrüßung durch den Gastgeber, Jörg Leuchtenburg, und einer kurzen Vorstellung der Geschichte des AV Nienburg, referierte AVN-Vizepräsident Heinz Pyka zu aktuellen Geschehnissen aus der Angel- und Politikszene und zu Aktivitäten des AVN.

Ein Schwerpunkt: die Neufassung der Kormoranverordnung und ein weiterer: Dauerthema "NATURA2000" und die verschärfte Gangart des Ministeriums für Umwelt und mögliche Konsequenzen bei der Ausweisung von Schutzgebieten.

"Erlebnis Natur - Ist doch Ehrensache" und die Einladung an Interessenten zur Fortsetzung der erfolgreichen Umweltbildungsinitiative war Gegenstand einer lebhaften Diskussion zum Abschluss der Veranstaltung. Viele Jugendwarte waren über das Bildungsangebot noch nicht informiert (worden) und zeigten großes Interesse, an der Fortsetzung teilzunehmen.

Weitere Veranstaltungsangebote für die Jugend im AVN finden Sie hier.

Foto: © AVN

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23.02.2020

Wieder eine tolle Messe in Lingen!

"Das 's aber'n komischer Barsch?!" Nur wenige hatten ihn bis zur "Faszination Angeln" zu Gesicht bekommen: einen Wolgazander (Sander volgensis).
Ein lebendes Exemplar des kleinen Zander-Bruders aus dem Osten, seine Verbreitung und Lebensweise, faszinierten die Gäste am Stand des AVN. Da sich die Art weiter in Flüssen und Kanälen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg ausbreitet, wollen wir mehr über das relativ unbekannte Leben des Wolgazanders herausfinden.
Erste Anhaltspunkte können wir aus dem Wachstum der Fische und aus Nahrungsanalysen ableiten. Vielleicht ergeben sich daraus Hinweise auf eine mögliche Konkurrenz zu unserem heimischen Zander.
Wir wären Anglern jedenfalls sehr dankbar, wenn sie uns Fangmeldungen übermitteln oder - noch besser - tiefgefrorene Exemplare zuschicken würden.
Auf jeden Fall ein toller Angelfisch, für den keine Schonzeit und kein Mindestmaß gelten. Und der dazu noch hervorragend schmeckt!

Im Vordergund der Messe in Lingen stand aber natürlich das Tackle-Shopping. Alle namhaften Hersteller, coole neue Marken und innovative Ideen für Angelgeräte lockten Tausende Besucher an. Dazu präsentierten sich viele Vereine aus Holland, Dennis Knoll "Angeln mit Stil" streamte live aus seiner MediaLounge Talks zu verschiedenen Angel-Themen, mit Angel-Anni konnten sich Angelfans spaßig verkleidet fotografieren lassen, Horst Hennigs und Heinz Galling von "Rute raus, der Spaß beginnt" signierten Buch um Buch, und Profi-Angler aus ganz Deutschland ließen sich bei ihren Vorträgen über die Schulter schauen.

Danke! an alle Interessierten, die am Stand des AVN vorbeigekommen sind und Danke! ganz besonders an Messechef Georg Rosen und sein Team - das war wieder richtig richtig klasse!

Fotos: © F. Möllers / AVN

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