05.03.2019

Neuer Fördertopf für Kinder- und Jugendarbeit in Angelvereinen

Bis zu 150 Projekte, rund 3.000 Kinder im Grundschulalter: Das ist das Ziel des landesweiten Projekts NATURbegeistert, mit dem die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung ihr 30-jähriges Bestehen feiert und das jetzt in Lüneburg seinen offiziellen Startschuss hatte.
In ganz Niedersachsen unterstützt die Stiftung ab sofort gemeinnützige Umweltbildungskonzepte und will damit tausende Kinder in Schulen, Vereinen und anderswo erreichen.

Sigrid Rakow, Vorstandsvorsitzende der Bingo-Umweltstiftung, sagt dazu:
„Seit 30 Jahren setzen wir uns in Niedersachsen für nachhaltige Projekte mit Kindern ein, welche die Natur in den Blick nehmen. Sie bilden die Grundlage für späteres Naturschutzhandeln. Wie der Titel schon sagt, ist NATURbegeistert ein ideales Programm, besonders einprägsame Erlebnisse in der Natur zu ermöglichen und damit Kinder langfristig für Natur und Umwelt zu begeistern.“

Hintergrund: Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung feiert 2019 ihr 30-jähriges Bestehen.
Seit 1989 haben die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (NBU) und ihre Vorgängerin, die Niedersächsische Umweltstiftung, Projekte im Umwelt- und Naturschutz gefördert. Schon immer war es ein besonderes Anliegen der Stiftung, Kinder in Niedersachsen langfristig für Natur und Umwelt zu begeistern.

Wenn Sie mit Ihrem Angelverein eine spannende Projektidee haben und eine Förderung beantragen möchten, gibt es zwei Wege zum Ziel:
(1) die direkte Antragstellung bei der BINGO Umweltstiftung oder
(2) die Teilnahme an einem Workshop an vier Standorten in Niedersachsen, auf denen Sie das Rüstzeug an die Hand bekommen, eine Projektidee zu entwickeln und einen erfolgreichen Antrag zu stellen.

Zu beiden Szenarien gibt es passende Flyer (PDF),
für erfahrene Antragsteller und
für Vereine, die so etwas noch nie gemacht haben und sich für einen der Workshops anmelden möchten.

NATURbegeistert ist die ideale Förderkulisse für alle, die sich 2019 über "Erlebnis Natur - Ist doch Ehrensache!" qualifizieren lassen für die Arbeit mit Grundschülern. Aber auch alle anderen Vereine und Einzelpersonen sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen!

Fördersumme bis maximal 5.000,00 EURO, 15% Eigenanteil (kann unbar in Form von Eigenarbeit erbracht werden), mehr in den Flyern.

Falls Sie Unterstützung brauchen, wenden Sie sich bitte an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 04131 3097964

oder auch an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier.
Und auf der Seite der BINGO Umweltstiftung gibt es weitere Infos zum Projekt und zur Antragsstellung.

Machen Sie mit, den Kindern und der Natur zuliebe!

NBE Banner mitHintergrund 190212

LOGO: NATURbegeistert

26.02.2019

Erfolgreicher Einsatz der AVN-Vereine vor Ort

Angeführt vom Fischereibeauftragten und 1. Vorsitzenden der IG Jeetzel, Ernst Eibach, suchten die Angler der Vereine an dem Zufluss zur Elbe konsequent den Kontakt mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Kreistag. Das Ziel: Beide Instanzen davon zu überzeugen, dass die vielfach unbegründeten oder unverhältnismäßigen Angelverbote und Beschränkungen des fischereilichen Managements für die Sicherung der Schutzziele des FFH-Gebiets "Jeetzelsystem mit Quellwäldern" nicht notwendig sind.
Mit Erfolg!
Ein Großteil der geplanten Angelverbotszonen wurde gestrichen, dazu die geplanten Beschränkungen beim Fischbesatz, beim Betreten von Ufern und der Gewässersohle, beim Anfüttern und Nachtangeln. Zudem wurde das Gebiet nur als LSG, als Landschaftsschutzgebiet, ausgewiesen. So kann es auch gehen! 
Der AVN ist froh, dass er die Bemühungen seiner Vereine fachlich unterstützen konnte und bedankt sich bei der Unteren Naturschutzbehörde und dem Kreistag für so viel Einsicht und Verständnis für die berechtigten Anliegen der Angler.
Hier geht es zum Verordnungstext.

2019 02 26 LSG Jeetzel Angelverbote
Kollage: AVN


 

21.02.2019

AVN wehrt sich gegen Pläne für Angelverbote

Die geplante Naturschutzgebietsverordnung Elbeniederung von Hohnstorf bis Artlenburg im Landkreis Lüneburg sieht massive Einschränkungen des Angelns vor.
Der AVN hat sich in einer ausführlichen Stellungnahme  gegen die überzogenen Inhalte des Verordnungsentwurfes der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) gewandt und kritisiert insb. folgende Verbotsszenarien:

  • vollständiges Angelverbot vom 15.3.-31.8. auf 85 % der Gewässerfläche
  • insb. Bootangelverbot vom 15.3.-31.8., während Schiffe, Kanus und Sportboote uneingeschränkt weiter fahren dürfen
  • keine vorherigen Absprachen des Landkreises mit dem AVN als Fischereipächter über geplante krasse Angeleinschränkungen
  • mangelhafte bis fehlerhafte Begründung der Angelverbote, u.a. mit vermeintlichen Störungen von Fischotter und Biber durch Angler
  • eklatante Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes: Angeln wird erheblich eingeschränkt, Jagd bleibt von fast allen Einschränkungen verschont

Wir haben die Landtagsagbeordneten des Landkreises, den Landrat, den 1. Vorsitzenden des Kreistages, sowie den Stellv. Direktor des NLWKN und den Naturschutzbeauftragten beim Niedersächsischen Landkreistag über unsere Stellungnahme informiert.
Den Landkreis Lüneburg fordern wir auf, den Verordnungsentwurf grundlegend zu überarbeiten und mit dem AVN auf Augenhöhe über einvernehmliche Regelungen im NSG zu sprechen.
Sollten unsere fachlichen Argumente und Bedenken kein Gehör finden, werden wir rechtlich gegen diese Angelverbote vorgehen.

Zur Stellungnahme des AVN gelangen Sie hier.

FMO 180520 053015
Foto: Florian Möllers, Elbe bei Dömitz (ca. 40km flussauf von Hohnstorf)

NSG UEKarte 2 RG

Grafik/Karte: AVN

14.02.2019

AVN Einsatz für Angler erfolgreich

Bei der laufenden Ausweisung von Naturschutzgebieten im Verbandsgebiet des AVN waren seit 2016 in mehreren Fällen Nachtangelverbote geplant.
Der AVN hat dazu im Rahmen der Verbandsbeteiligung in allen Fällen kritisch und kompetent Stellung bezogen.
Unsere Kritik betraf insbesondere die entweder völlig fehlende oder mangelhafte Begründung für Beschränkungen des Nachtangelns.
Dass sie berechtigt war, zeigen die aktualisierten Schutzgebietsverordnungen (s.u.):
Alle geplanten Nachtangelverbote, u.a. in Aller, Leine, Este, Hamel und Herksbach, verschwanden "in der Schublade".
Selbst ein seit über 20 Jahren bestehendes Nachtangelverbot an der Aue bei Stade wurde durch den Einsatz des AVN gekippt.

Damit setzte sich in allen Fällen die Erkenntnis durch, dass vermeintliche „Störungen“ des Fischotters,  z. B. durch Aalangler,  in keinem Fall ein Nachtangelverbot rechtfertigen. Das Angeln stört den Otter schlichtweg nicht in einem Maß, das Verbote rechtfertigen würde. Das bestätigten uns auch die Experten der Aktion Fischotterschutz.

Hier finden Sie links zu den Schutzgebietsverordnungen und weiter unten eine Auswahl unserer Stellungnahmen:

NSG Südlicher Drömling (LK Helmstedt)

NSG Aueniederung und Nebentäler (LK Stade) (wir berichteten)

NSG Unteres Estetal (LK Stade)

LSG Hamel und Herskbach mit Liethberg, Stadt Hameln

NSG Aller-Leinetal (LK Heidekreis) – laufendes Verfahren -

NSG Neuenburger Holz (LK Friesland)

NSG Upjever und Sumpfmoor Dose, Landkreis Friesland/Wittmund


AVN-Stellungnahmen:

NSG Südlicher Drömling
NSG Aue und Nebentäler
NSG Unteres Estetal


Wir bleiben für Sie und Euch am Ball!

FMO 160109 170026

Foto: F. Möllers / AVN

 

12.02.2019

Scheckübergabe an Kinderhospiz

Dirk Sazalowski, Bodo Fletemeier und Frank Lutterbeck vom Sportfischerzentrum Osnabrück überreichten heute Nachmittag einen Scheck  an Susanne Wagner, stellvertretende leitende Koordinatorin beim Ambulanten Kinderhospizdienst in Osnabrück.

"Wir sind überwältigt", sagte auch Geschäftsführer Jan-Felix Simon. Man könne das Geld nicht nur für die Ausbildung der Ehren- und Hauptamtlichen sehr gut gebrauchen, sondern auch für spontane Anschaffungen in den Familien, die etwa von Krankenkassen nicht abgedeckt würden.
25 Familien mit schwerkranken Kindern betreut der Ambulante Kinderhospizdienst Osnabrück und wird dabei von gut 60 Ehrenamtlichen unterstützt, die eine 6-monatige Ausbildung durchlaufen müssen.

Die 18.040 EURO waren bei zwei online-Auktionen über social media Kanäle zusammengekommen. Angler konnten guidings, tackle, Reisen und einiges mehr ersteigern.

"Die Idee entstand auf einer Messe. Eine Kleinigkeit versteigern und damit etwa Gutes tun. Wir hatten auf 400-500 EURO gehofft", so Dirk "Saza" Sazalowski. Dass daraus quasi ein "Selbstläufer" in der Vorweihnachtszeit wurde, hätte niemand der Organisatoren erwartet. Während mehrerer live-Übertragungen und auf zwei Veranstaltungen im Sportfischerzentrum Osnabrück konnten Angler online live oder auch vor Ort auf insgesamt 45 Angebote mitbieten.
"Teilweise waren fast 25.000 Leute online dabei, und was da an Beträgen reinkam, traf uns völlig unvorbereitet", erinnert sich Saza an die Auktionen. "Einige Auktionen mussten wir unterbrechen, weil wir emotional total überfordert waren. Soviel Engagement, das drückt echt auf die Tränendrüse."
Frank Lutterbeck ergänzt: "Dass Angler so ein großes Herz für Kinder haben, hat uns total umgehauen. Super!"
Bodo Fletemeier ist gedanklich schon im Herbst 2019. "Auf der Messe in Lingen Ende Februar wollen wir auf jeden Fall wieder die Köpfe zusammenstecken und neue Aktionen planen."

Ein toller Beweis für das soziale Engagement von Anglern weit über die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen hinaus. Respekt und ein herzliches Dankeschön an alle, die diese tolle Aktion möglich gemacht haben!

2019 02 13 SpendenaktionAngler
Foto: Florian Möllers / AVN