30.10.2017

Glandorfer Schüler angeln weiter

What goes around, comes around:
Da fordert die PeTA im Januar diesen Jahres mehrere Schulen auf, ihre Angel-AGs zu streichen. Und lobt in einer Pressemeldung dieser Woche die Schule in Glandorf, Landkreis Osnabrück, dafür, dass sie ihre Angel-Angebote eingestellt habe.

Der verantwortliche Lehrer an der Ludwig-Windthorst-Schule berichtete in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung, die PeTA habe vor ihrer neuesten Pressemitteilung nicht mit der Schule gesprochen.
Das Angel-Angebot sei lediglich aus organisatorischen Gründen vorübergehend beendet worden und werde spätestens im nächsten Jahr wieder aufgenommen.
Denn "es gebe nach wie vor ein großes Interesse der Schüler".

Bereits im Januar hatte die Schule klargestellt:
"Durch das Angeln und die Verwertung selbst gefangener Fische werden die Kinder und Jugendlichen stark sensibilisiert, dass Fische eben nicht aus der Gefriertruhe kommen, sondern Lebewesen sind, für deren Lebensräume auch der Mensch verantwortlich ist und mit denen maß- und verantwortungsvoll umzugehen ist."

Übrigens: Wie aus dem Bild zu ersehen - das aktuelle (Eigen)lob inkl. Pressemeldung hat PeTA offenbar gelöscht.

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Foto: website PeTA Deutschland

24.10.2017

Sickersäfte sind eine große Gefahr für unsere Gewässer!

Fast überall ist der Mais geerntet, große Silage-Lagerstätten ("Silagemieten") werden eingerichtet.
Bisweilen ohne ausreichende Sicherung, um das Austreten von gefährlichen Sickersäften zu verhindern.

Unter Sickersäften fasst man Flüssigkeiten zusammen, die - nomen est omen - aussickern, wo landwirtschaftliche Produkte unsachgemäß gelagert werden. Meist sind diese Säfte klar, aber extrem nährstoffreich. Sie entstehen bei der Zersetzung (oder der Pressung) von Pflanzenmaterial und zwar vor allem dann, wenn die Silage zu feucht eingelagert wurde.

Die Sauerstoffzehrung der Sickersäfte ist zwei bis drei mal so groß wie bei Gülle!

Gelangen die Säfte also in größerer Menge in ein Gewässer, fällt der Anteil des gelösten Sauerstoffes im Wasser binnen Stunden unter die für Fische und andere Lebewesen tödliche Mindestkonzentration - die Tiere ersticken qualvoll.


Bei nicht ordnungsgemäßer Anlage/Sicherung der Silagemieten und Ausspülung der Sickersäfte (etwa durch Regen) kann es zu starken Gewässerverunreinigungen und Fischsterben kommen, wie wir in den letzten Jahren leider immer wieder feststellen mussten.

Fahren Sie dieser Tage also mit offenen Augen durch die Kulturlandschaft und steigen sie ruhig mal aus und schauen genauer hin:
Warnsignale sind z. B. das plötzliche Auftreten von Abwasserpilzen in Gräben und Bächen (siehe Fotos).

Wir sind für jede Meldung außerordentlich dankbar und werden sie an die zuständigen Stellen weiterleiten!

Mehr zum Thema Silagesickersaft und Gewässerschutz z.B. unter: https://www.lfl.bayern.de/…/silagesickersaft-gewaesserschut…


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Grafik / Fotos: R. Gerken / AVN

07.10.2017

Betroffene wollen klagen!

Kutterkapitäne, Hafenbetreiber, Bootsverleiher, Fachhändler, Angler - die Anbieter von Angeltourismus aus Ostholstein wollen klagen.

Klagen gegen die Verordnung des Bundesministeriums für Umwelt, die Ministerin Barbara Hendricks (SPD) zwei Tage vor der Bundestagswahl (!) offenbar in einem Akt von Selbstherrlichkeit unterzeichnet hat.
Nach wie vor fehlt für die Verbote der Freizeitangelei jedwede wissenschaftliche Begründung.

Die Folge:
Seit Donnerstag, 28.09.2017 gilt ein komplettes Angelverbot in fünf Schutzgebieten in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in der deutschen Nord- und Ostsee, darunter in Teilen des Fehmarnbelts.

Dass die Verbote "nur" 20% der ursprünglich geplanten Fläche betreffen (kleine Bereiche des Fehmarnbelts und der Kadettrinne), ist ein Riesenerfolg für das engagierte Team von "Anglerdemo" und allen Mitstreitern, insbesondere in Schleswig-Holstein!
Dafür gebührt allen rund um "Anglerdemo"-Chef Lars Wernicke unser allergrößter Respekt!
Mehr Infos auf der facebook-Seite von "Anglerdemo".

In der aktuelle Pressemeldung von "Anglerdemo" heißt es:
"Proteste gegen diesen umstrittenen Alleingang kommen inzwischen aus allen politischen und gesellschaftlichen Richtungen. So haben sich inzwischen der Mecklenburgische Landwirtschaftsminister Till Backhaus und der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes, Herr Reinhard Meyer (beide SPD) gegen das Angelverbot und für Nachbesserungen ausgesprochen. Auch in großen Teilen der FDP, CSU und CDU herrscht Unmut über das Vorgehen der Bundesumweltministerin. So bewertet der CSU-Bundeslandwirtschaftsminister das Vorgehen der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks als eine „schwerwiegende Verletzung des notwendigen Vertrauensverhältnisses“ und der FDP-Landtagsabgeordnete Dennys Bornhöft als „höchst undemokratisch und beschädigt unsere politische Kultur“."

"Nur 20%" gesperrt und trotzdem klagen?
Nach unserer Auffassung geht "Anglerdemo" genau den richtigen Weg:
Wenn solche unbegründeten Verbote Schule machen und seitens der Angler nicht angefochten werden, steht die Angelfischerei bald vor dem Aus.
Hier in Niedersachsen sind wieder Schutzgebietsverordnungen vorgestellt worden, die etwa im LK Lüneburg Nachtangel- und Anfütterverbote an Fießgewässern fordern. Im LK Stade wurden ganz aktuell trotz Protestes des AVN die Angler aus Schutzgebieten verbannt, während die Jagdausübung mit geringen Einschränkungen aufgrund eines alten Ministererlasses nach wie vor gestattet ist.

Wer also die Klage unterstützen möchte, kann einen Betrag auf das Spendenkonto von "Anglerdemo" überweisen:

WiSH e.V. , Verwendungszweck: "Anglerdemo", Volksbank Ostholstein Nord eG IBAN DE37 2139 0008 0000 9082 15

oder ganz einfach mit einem Klick über PayPal! https://www.paypal.me/LarsWernicke

Die vollständige Pressmeldung finden Sie hier (PDF).
Eine Resolution der Betroffenen können Sie ebenfalls herunterladen. (PDF)

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Angelverbote in der Nord- und Ostsee, Foto: © Matthias Emmrich

05.10.2017

Erwartungen an eine künftige Landesregierung formuliert

Im Rahmen der Landespressekonferenz (LPK) gestern in Hannover hatten die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) und der Anglerverband Niedersachsen e.V. (AVN) gestern zu einer Pressekonferenz eingeladen.

Für die LJN im Prodium: Ernst-Dieter Meinecke, Stellv. Präsident
Für den AVN im Podium: Heinz Pyka, Vizepräsident
Moderator: Michael Berger, Ressortleiter Niedersachsen bei der HAZ und Vorstand LPK

Gemeinsame Themen:

  • Jagen und Angeln in Natura2000-Gebieten
    Einschränkungen nur auf wissenschaftlicher Grundlage, Folgenutzung von Bodenabbaugewässern
  • Schluss mit unrechtmäßiger Verbändeförderung durch das Land (350.000 EURO / Jahr) über die LABÜN GbR
  • ökologische Stationen - Flächenmanagement für LJN und AVN öffnen
  • mehr Unterstützung des Landes für Artenhilfsprojekte der Jäger und insbesondere der Angler (Lachs, Meerforelle, Äsche vs. Luchs & Wolf)


Thema LJN:

  • Praxistaugliche Jagdzeitenverordnung, Bekenntnis zum aktuellen Jagdgesetz und Verzicht auf Ökologisierungsbestrebungen aus ideologischen Gründen

Thema AVN:

  • Angeln ab 12 - Fischerprüfung ab 12 Jahren & Kinder und Jugendliche sollten jederzeit
    in Begleitung und unter Aufsicht geeigneter Erwachsener angeln dürfen


Hier die zugehörige Presse-Info von LJN und AVN im Wortlaut. (PDF)

2017 10 04 AVN FMO 171004 100634 2

Heinz Pyka (li.), Ernst-Dieter Meinecke (LJN) // Fotos: F. Möllers / AVN

30.09.2017

Wichtige Daten sammeln für Kormoranverordnung

Im Dezember 2016 wurde die Niedersächsische Kormoranverordnung (NKormoranVO) um drei weitere Jahre bis zum 31. Dezember 2019 verlängert.
Der Anglerverband Niedersachsen e.V.(AVN) begrüßt das ausdrücklich.

Die Verlängerung der NKormoranVO ist mit der Bewertung der Qualität der darin aufgeführten Maßnahmen und Daten verbunden.
Im Rahmen dieser Bewertung findet am 7. / 8. Oktober 2017 eine landesweite Schlafplatzzählung statt. Dabei soll der Kormoranbestand in Niedersachsen möglichst flächendeckend ermittelt werden.

Kennen Sie Kormoranschlafplätze an Ihren Vereinsgewässern oder in Ihrer Nähe?
Dann nehmen Sie bitte unbedingt an der Zählung am 7. und 8. Oktober teil!

Hier finden Sie einen Zählbogen zum download, sowie ein Hinweisschreiben zum Ausfüllen des Zählbogens.

Bitte senden Sie den Zählbogen spätestens bis zum 30.11.2017 an uns zurück.
Entweder per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder per Post an: Anglerverband Niedersachsen, Brüsseler Straße 4, 30539 Hannover

und/oder direkt an das mit der Kormoranzählung beauftragte Institut BIOS (Lindenstraße 40, 27711 Osterholz-Scharmbeck; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Um möglichst präzise Daten zu bekommen, sollten die Kormorane in den Abendstunden gezählt werden, wenn die Vögel ihren Schlafplatz aufsuchen.

Die entscheidende Information ist die Gesamtzahl von Kormoranen am jeweiligen Schlafplatz.
Sollten es die Gegebenheiten vor Ort ermöglichen, zwischen Jung- (erkennbar am weißen Brustgefieder) und Altvögeln (schwarzes Brustgefieder) zu unterscheiden, sollte eine entsprechende Differenzierung erfolgen.

Achtung: Buchpreise!
Unter allen Personen, die ihren Zählbogen bis zum 30.11.2017 an den AVN übermitteln, verlosen wir passend zum Thema fünf Exemplare des Sachbuches/Bildbandes:
"Kormoran - Schwarzer Peter oder harmloser Vogel" von AVN-Mitarbeiter Florian Möllers und GEO-Reakteurin Katja Trippel (ISBN 978-3939172529)!

Bitten reichen Sie diese Informationen an alle potentiellen Kormoranzähler weiter.

Je besser und genauer wir die Kormoranpopulation in Niedersachsen erfasen, umso bessere Argumente haben wir für das Management des Vogels in der Hand.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

FMO 070310 140250

Foto: © Florian Möllers