14.02.2013

Landessportfischerverband Niedersachsen positioniert sich zu Umwelt- und naturschutzpolitischen Fragestellungen

Die Angelfischerei in Niedersachsen steht nach wie vor im Spannungsfeld verschiedener umwelt- und naturschutzpolitischer Interessen. Schlagworte wie Wasserkraft, Biogasboom, Intensiv-Landwirtschaft, maschinelle Gewässerunterhaltung, Kormoranproblematik, Angelverbote in Schutzgebieten oder die Werra-Weser-Versalzung zeigen, dass es notwendig ist, dass wir als größter Naturschutzverband Niedersachsens klar Stellung beziehen.

In einer umfassenden Broschüre haben wir unsere Positionen zu Papier gebracht und allen maßgeblichen politischen und behördlichen Entscheidungsträger im Land zugestellt.

Auch unter der neuen Landesregierung werden wir intensiv für naturnahe Gewässer, gesunde, vielfältige Fischbestände und eine möglichst uneingeschränkte Ausübung der Angelfischerei werben.

pdf icon   Umwelt- und naturschutzpolitische Positionen des LSFV Niedersachsen

 

11.02.2013

Kormoran Petition

Durch die europaweite Überpopulation des Kormorans sind die Fischbestände stark gefährdet. 1.6 Millionen Kormorane fressen 250.000 Tonnen Fisch im Jahr. Daher ist eine Bestandsreduzierung der Kormorane zwingend notwendig.

Der Paul Parey Zeitschriftenverlag  (FISCH & FANG und RAUBFISCH sowie die Jagdzeitschriften WILD UND HUND und DEUTSCHE JAGD ZEITUNG) hat sich deshalb zu einer Petition entschlossen, um ein starkes Zeichen gegen den übermäßigen Schutz des Kormorans zu setzen.

Laut unseren aktuellen Erkenntnissen schaut die Lage noch viel schlimmer aus: Inzwischen können wir von eher 2,3 Millionen Kormoranen in Europa ausgehen. Bei den derzeitigen Bemühungen für eine europaweite Regulierung geht es vorrangig um Eingriffe in Brutkolonien (z.B. Einölen der Eier etc.).

Die Unterschriftenliste trägt die Forderung: Unsere Fische schützen - Kormorane jagen. Die Petition richtet sich an die Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, um eine europaweite Regulierung der Kormoran-Bestände zu forcieren.

Im Wesentlichen deckt sich diese Petition mit den Forderungen des VDSF, des ÖKF (Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz) und der EAA (Europäischen Anglerallianz).

1,6 Millionen Kormorane sind zu viel – Für eine europaweite Regelung der Bestände! Also helfen Sie mit, dass die Aktion ein Erfolg wird!

https://www.openpetition.de/petition/online/1-6-millionen-kormorane-sind-zuviel-fuer-eine-europaweite-regulierung-der-bestaende

12.12.2012

Pferd & Jagd 2012

Der Nds. Landwirtschaftsminister Gert Lindemann besuchte gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Nds. Jägerschaft MdL Helmut Dammann-Tamke auf der Messe Pferd und Jagd den Stand des LSFV. In einer äußerst freundlichen Gesprächsatmosphäre wurden Gemeinsamkeiten von Jägern und Fischern, der gesellschaftliche Stellenwert beider anerkannten Naturschutzverbände und deren zukünftige Zusammenarbeit erläutert, dennoch auch Probleme einseitiger Landschaftsnutzung und drohende Einschränkungen durch politische Forderungen einzelner Gruppen erörtert.

ML PJ2012

vor dem Aquarium des LSFV, von links nach rechts

Werner Klasing (Präsident LSFV), Gert Lindemann (ML), Heinz Pyka (Vizepräsident LSFV), Helmut Dammann-Tamke (Vorsitzendender Nds. Jägerschaft & MdL)

28.11.2012

Aktuelles zum Aal

Im Flusseinzugsgebiet der Ems hat der Landesfischereiverband Westfalen und Lippe e.V. (NRW) mit Untersuchungen zur Blankaalabwanderung begonnen. In diesem Rahmen wurden und werden gefangene Blankaale markiert, mit Sendern versehen und wieder ausgesetzt, um Rückschlüsse auf die Abwanderung von Blankaalen aus der Ems und dem Dortmund-Ems-Kanal ziehen und Aussagen zur Bestandsentwicklung ableiten zu können. Während der Abwanderung können diese Aale auch von Anglern und Fischern in Niedersachsen gefangen werden. Werden solche markierten Aale gefangen, dann ist es entscheidend, dass sie auch gemeldet werden. Daher bitten wir alle Angler und Fischer im niedersächsischen Emssystem um Beachtung. Details zum Aalprojekt des LFV Westfalen und Lippe im Verbundsystem Dortmund-Ems-Kanal/Ems finden sich hier und zur Fangmeldung von besenderten und markierten Aalen hier.

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Infoschreiben besenderte Aale

27.11.2012

Netzabspannungen zum Schutz der Fische im Dümmer

Der Fischbestand im Dümmer zeigt aktuell starke Abweichungen von einem ungestörten Zustand. Neben einer stark verringerten Fischbiomasse ist die Größenzusammensetzung der einzelnen Fischarten stark gestört. Es finden sich viele kleine und wenige große Fische im Dümmer, die mittleren Größenklassen fehlen fast gänzlich. Dieser Umstand bewirkt eine Instabilität der Fischbestände gegenüber wechselnden Umweltbedingungen.
Wissenschaftliche Studien haben belegt, dass der stark verringerte Fischbestand und die unnatürliche Größenzusammensetzung im Wesentlichen auf den sehr hohen Fraßdruck durch Kormorane zurückzuführen ist. Fast alle nachwachsenden Fische im Dümmer werden in den Wintermonaten von den Kormoranen gefressen, so dass die Biomasse in dieser Zeit kontinuierlich abnimmt und gleichzeitig fast keine Individuen in eine Größenklasse herein wachsen, in der sie selbst reproduzieren, bzw. so groß werden, dass sie vom Kormoran nicht mehr gefressen werden können.
Der Landessportfischerverband Niedersachsen e.V. hat, im Auftrag des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, durch Netzabspannungen Teilgebiete von drei ausgewählten Segelhäfen des Dümmers über und unter Wasser eingehaust. Die leicht vertieften Häfen am Dümmer dienen als Wintereinstandsgebiet für Fische. Die konzentriert hohen Fischbiomassen in den Hafenanlagen sollen über die Wintermonate durch die Netzabspannungen vor Kormoranfraß geschützt werden. Durch diese Maßnahme sollen sich die mittleren Größenklassen von Fischen wieder etablieren und die gesamte Reproduktion der Fische erhöht werden.
Die Gesamtfläche der Einhausungen in allen drei Häfen umfasst ca. 1 ha.

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Abb 1: Schematische Darstellung der Hafeneinhausungen. Die Netzabspannungen bilden eine komplette Einhausung, auch unter Wasser und bis zum Grund.

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Foto 1: Diese Infotafel ist an jedem der abgespannten Hafenbecken am Dümmer zu finden.
(Foto: Landessportfischerverband Niedersachsen e.V.)

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Foto 2: Aufbau der Netzabspannungen.
(Foto: Landessportfischerverband Niedersachsen e.V.)

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Foto 3: Kleinere Fische können unter Wasser durch das Netz in den Hafen schwimmen, Fressfeinde werden daran gehindert.
(Foto: Landessportfischerverband Niedersachsen e.V.)

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Foto 4: Das fertig abgespannte Hafenbecken. Die Signalbänder machen die Netze für Vögel und andere Tiere sichtbar.
(Foto: Landessportfischerverband Niedersachsen e.V.)

Ansprechpartner zu den Netzabspannungen:
Landessportfischerverband Niedersachsen e.V.

Bürgermeister-Stümpel-Weg 1
30457 Hannover

Thomas Klefoth (MSc. Fischereiwissenschaften)    
Tel.: (0511) 357 266-20    
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