Aktuelles

31.03.2021

Aktuelle Corona-Bestimmungen beachten!

Was ist mit dem Angeln bei nächtlicher Ausgangssperre?

Der AVN hat heute nochmals eine telefonische Anfrage beim für Fischereifragen zuständigen Landwirtschaftsministerium in Hannover gestellt und um eine Einschätzung der rechtlichen Lage gebeten.
Unser Erkenntnisstand lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  • Das Landwirtschaftsministerium kann leider keine allgemeingültigen Aussagen zur möglichen Zulässigkeit des Nachtangelns bei nächtlichen Ausgangssperren treffen.
  • Im Grundsatz gelten immer die jeweiligen regionalen Corona-Verordnungen der Landkreise, die bei Überschreitung definierter Inzidenzwerte nächtliche Ausgangssperren verhängen können.

Die Allgemeinverfügungen anderer Landkreise zu Ausgangssperren sind/waren nach unserer Kenntnis ähnlich formuliert.

Für die Ausübung der Jagd gelten aber allgemein weitergehende Ausnahmen. So ist die Ausübung der Jagd auch bei nächtlichen Ausgangssperren weiterhin möglich, da hier aus Sicht der Landesregierung landeskulturelle (Wildschadensverhütung) und seuchenhygienische (ASP-Schweinepest-Bekämpfung) Aspekte im Vordergrund stehen.

Diese Ausnahmen gelten leider nicht für das nächtliche Angeln.

Wir sind uns sicher alle einig, dass das Nachtangeln an der frischen Luft und fernab aller Menschenansammlungen sowie bei Einhaltung der Abstandsregeln keine erhöhte Infektionsgefahr darstellen kann.

Wir sehen weiterhin keinen Grund, warum das Angeln in der Nacht eine höhere Infektionsgefahr als am Tag darstellen soll.
Die Allgemeinverfügungen der Landkreise bilden diesen Aspekt aber nach unserer Kenntnis leider nicht ab.

Angesichts der landesweit anhaltend hohen Infektionslage und der zunehmenden Ausbreitung der mutierten, hoch ansteckenden Coronavarianten sehen wir wenig Aussicht auf Erfolg, dass Landkreise Ausnahmen für Angler definieren. Zumal andere Interessengruppen dann ebenfalls auf Ausnahmen drängen würden.

Wir hoffen auf ein schnelles Absinken der Infektionszahlen, damit diese unzufriedenstellende Situation bald ein Ende hat.

Foto: F. Möllers / AVN

FMO 160109 170605