03.08.2015

Verweiblichung von Fischen  

Spanische und österreichische Wissenschaftler rund um den Zoologen Reinhard Lackner von der Univeristät Innsbruck untersuchten in abgelegenen Seen in Spanien, Polen und der Slowakei die Wirkung von Umweltgiften auf Salmoniden.

Stoffe wie Hexachlorbenzol (HCB), Abbaustoffe von DDT oder Lindan, die aus der Troposphäre in die Seen gelangen, haben offensichtlich eine ähnliche Wirkung auf männliche Forellen wie Östrogen. Jungfische sind besonders empfindlich. Die Milchner bilden als Reaktion darauf Eidotter-Proteine, die sonst nur bei laichfähigen weiblichen Fischen produziert werden.
Da sich die Hormonsysteme der meisten Wirbeltiere sehr ähnlich sind, auch die von Fischen und Menschen, warnen die Forscher vor ähnlichen Folgen für den Menschen.

HCB wurde erst 2004 in weiten Teilen der Welt verboten, davor aber breit und großzügig eingesetzt. Wie der Transport schwerflüchtiger Umweltgifte in der Atmosphäre funktioniert, ist weitgehend unbekannt.

Hier der link zum vollständigen Artikel:
http://www.innovations-report.de/html/berichte/biowissenschaften-chemie/fische-in-europas-hochgebirgsseen-verweiblichen.html