Projekt - STÖRBAGGER

Gewässerschützer oder Störenfriede?

Der AVN ist Angler- und Naturschutzverband. Aber passt das überhaupt zusammen? Oder ist die anglerische Nutzung von Gewässern nicht einfach nur eine Belastung für die Natur? Fragt man Anglerinnen und Angler, stellen diese sicher ihre Naturschutzleistungen in den Vordergrund. Manch kritischer Naturschützer wird eher negative Störwirkungen auf Wasservögel oder Trittschäden als wahrscheinliche Folgen des Angelns ins Feld führen. Und was sagt die Wissenschaft? STÖRBAGGER soll als Schwesterprojekt von BAGGERSEE Klarheit und Fakten in die Debatte bringen.

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Bedrohung durch
Lebensraumverlust

Schlammpeitzger bewohnen selbst kleine Gräben in den Marschen und Niederungsgebieten. Auch in Altarmen, Tiefs, Kanälen und Auen waren sie früher weit verbreitet. Sie sind allerdings nur schlecht nachzuweisen, so dass Informationen über ihre aktuelle Häufigkeit und Verbreitung nicht vollends geklärt sind. Klar ist jedoch, dass auch die Bestände des Schlammpeitzgers stark rückläufig sind. Derzeit hat der Schlammpeitzger darum den Schutzstatus Rote Liste 2 und FFH-Anhang 2 Art – und ist damit eine geschützte Art.

So hilft der AVN

Forschende und Vertreter der niedersächsischen Anglerschaft führen gemeinsam lebensraumverbessernde Maßnahmen an Baggerseen durch und überprüfen diese wissenschaftlich. Dafür werden in verschiedenen Versuchsseen Flachwasserzonen geschaffen oder Totholz eingebracht. Weitere Versuchsseen werden mit Fischbesatz versehen. Andere Vergleichsseen dienen als Blindprobe und bleiben ganz ohne Eingriffe. Die Wirkungen aller Maßnahmen auf Fischbestände und sonstige Arten werden anhand umfassender wissenschaftlicher Untersuchungen verglichen. Sozialwissenschaftliche Studien befassen sich zudem mit den Bedürfnissen und Ansprüchen von Anglern und Nicht-Anglern an Baggerseen. Das Projekt ist sich sicher: Die Aktionen können nicht nur Fischen, Vögeln, Amphibien, Libellen, wirbellosen Wasserlebewesen und Pflanzen zugutekommen. Auch der Mensch profitiert von der Steigerung des ästhetischen und fischereilichen Werts seiner Erholungsgebiete am Wasser.

Mitmachen

Da das Projekt bereits abgeschlossen ist, ist eine aktive Beteiligung nicht mehr möglich. Aber Du kannst Dich natürlich gerne über die Ergebnisse informieren und diese weitertragen oder bei Fragen die Projektleitung kontaktieren.

Projektpartner

‍Projektpartner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei Niedersächsische Angelvereine.

Laufzeit
2018 - 2023
Über 3.000.000 Aale und 100.000 Quappen für Niedersachsens Gewässer: Der Anglerverband Niedersachsen setzt sich für den Erhalt bedrohter Fische ein
Dammbruch für die Artenvielfalt im Baggersee Tündern
Stören Angler die Natur?
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