Wolgazander

Sander volgensis

Schon gewusst?
Insider Wissen zum Schlaumeiern…

Wie der Name „Wolgazander“ erahnen lässt, ist dieser Fisch hierzulande nicht heimisch. Er gehört zu den noch relativ jungen Neuankömmlingen in unseren Gewässern. Von unserem heimischen Zander unterscheidet er sich unter anderem darin, dass er deutlich kleiner bleibt und keine Hundszähne (das sind markante spitze Fangzähne des Zanders) aufweist. Das Vorkommen des Wolgazanders in unseren Kanälen und Flüssen wirft zahlreiche Fragen auf. Wie weit hat er sich bereits ausgebreitet? Steht er in Konkurrenz zum Zander? Kreuzen sich die Arten? Wie interagiert er mit anderen Fischarten? Der AVN will die Verbreitungsgeschichte und die ökologischen Wechselbeziehungen des Wolgazanders nachvollziehen und hat dafür ein Projekt nach dem Modell der Bürgerwissenschaften (also Forschung zum Mitmachen) ins Leben gerufen.

Schutz:
Nicht geschützt, invasive Art.

Erkennungsmerkmale:
Bis 50 cm. Kleiner als der gewöhnliche Zander, keine Hundszähne, stärker ausgeprägte schwarze Streifen.

Lebensraum & Ernährung:
Aus Donau, Wolga stammend, lebt in tieferen, sandigen Flussabschnitten größerer Fließgewässer und in Schifffahrtskanälen. Ernährt sich von Wirbellosen, aber auch Fischlaich und kleinen Fischen.

Fortpflanzung:
Laicht von April bis Mai an seichten Stellen.

Aktuelles zum Wolgazander
Der AVN-Jahresbericht: Spannende Einblicke, starke Projekte – die perfekte Lektüre für entspannte Stunden
Neue Raubfischart bereitet sich in Norddeutschland aus – Angler liefern wertvolle Daten
Wolgazander - AVN-Studie veröffentlicht
Mittellandkanal - neue Strecke
Ab 2026: 230 km Mittellandkanal beangeln
Mission Wolgazander - mit Enrico di Ventura am Kanal
Mega Befischung im Mittellandkanal abgeschlossen
Achtung invasiv - über 90 Arten auf der Unionsliste
Wo schwimmt der Wolgazander? Ergebnisse unseres Bürgerwissenschaftenprojekts