Hier findest Du jede Menge Infomaterialien, die durch den AVN oder die Mitarbeit des AVN-Teams entstanden sind. Bei den Literatur- und Medientipps machen wir zudem auf Artikel und Medien aufmerksam, die wir zwar nicht selbst erstellt haben, aber trotzdem empfehlen können.
Downloads & Themen
Geballte Infos für Dich!
AVN-Jahresberichte
Unsere Jahresberichte sind eine Rückschau auf spannende Inhalte unserer Arbeit. Reinschauen lohnt sich – auch in ältere Exemplare.
Broschüren & Bücher
Wissen für Euch zum Lesen und Teilen: Verfasst von oder unter Mithilfe des AVN-Teams.
Flyer
Fakten, Anekdoten, Hitorisches und Anleitungen für die Praxis zu Fischen, Krebsen, Fischprädatoren und weiteren Themen.
Hier findest Du Steckbriefe zu gebietsfremden Arten.
Faktenchecks & Positionen
In diesen Papieren haben wir für Euch nachgehakt, Wissen zusammengetragen, Stellung bezogen oder mit Experten gesprochen.
Neueste Faktenchecks
Weitere Faktenchecks
Artensteckbriefe Neobiota
Neu
Weitere Faktenchecks & Positionen
Artensteckbriefe Neobiota
Hier haben wir Dir Informationen über die häufigsten gebietsfremden Arten in Niedersachsens Gewässern zusammengestellt. Einige davon sind auch als invasiv eingestuft.
Flyer zu überwiegend heimischen Fischarten findest Du in der Rubrik Flyer.
Videos & Filme
Der AVN produziert eigene Videos, kooperiert aber auch mit anderen Partnern und wird manchmal von den Medien besucht.
Umweltpädagogik & Jugend
Folgende Bildunsmaterialien für die außerschulische Umweltbildung/ Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und den Schulunterricht bieten wir an.
Unterrichtsentwurf
Tauch ab, ohne nass zu werden!
Das Leben im Baggersee entdecken und verbessern.
Handreichungen für den Sachunterricht (Niedersachsen, Klasse 4) und die Umweltbildungsarbeit.
Einfach hier herunterladen.
Ausstellung
BAGGERSEE: Angeln, forschen, Arten schützen & Tauch ab ohne nass zu werden
Eine interaktive, familienfreundliche Ausstellung für Experten und Laien zum Verleih für Aussteller.
Hier findest Du das Expose.
Entdeckermobil
Ein Anhänger mit Umweltbildungsmaterialien aus dem Projekt Erlebnis Natur, zum Verleih.
Mehr Infos zum Projekt und Ansprechpartnern findest Du hier.
Fachartikel
Unsere Team-Mitglieder sind auch in Forschungsgruppen involviert und veröffentlichen wissenschaftliche Ergebnisse rund um Fische und Fischerei. Da viele Fachzeitschriften international gelesen werden, sind die Artikel häufig in englischer Sprache verfasst.
Fachartikel (deutsch)
Der Wolgazander (Sander volgensis, GMELIN1789) – eine Literaturübersicht und aktuelle Erkenntnisse zur Verbreitung in Deutschland.
Autor(en): Matthias Emmrich
Jahr: 2026
Erschienen in: Zeitschrift für Fischerei.
DOI: 10.35006/fischzeit.2026.41
Der in Deutschland nicht heimische Wolgazander (Sander volgensis) wurde erstmals im Jahr 2010 im Mittellandkanal bei Braunschweig (Niedersachsen) nachgewiesen und breitet sich seither vor allem in Norddeutschland aus. Von Angler:innen wird er zumeist sicher anhand seiner fehlenden Hundszähne und dem ausgeprägten Streifenmuster identifiziert. Im Vergleich zum heimischen Zander (Sander lucioperca) bleibt der Wolgazander deutlich kleiner, Individuen mit einer Totallänge von über 55 cm sind vergleichsweise selten.
In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet kommen Wolgazander und Zander immer syntop vor. Wolgazander gelten als stillwasserliebend und besiedeln überwiegend größere Flüsse und deren Altwasser, Seen und Talsperren. Innerhalb seiner Ontogenese vollzieht er zwei Nahrungswechsel von Zooplankton auf Makroinvertebraten und als Adulttier auf Fisch. Im Vergleich zum Zander besteht die Nahrung des Wolgazanders zu höheren Anteilen aus Makrozoobenthos und benthischer Beute. Er frisst in der Regel auch kleinere Beuteorganismen. Wolgazander laichen vermutlich später als Zander und, anders als sein heimischer Verwandter, betreibt er keine Brutpflege. Beide Arten können hybridisieren. Hybridisierungsereignisse in freien Gewässern sind aber wahrscheinlich selten und kaum dokumentiert. Ausgehend von den vorliegenden Kenntnissen, ist davon auszugehen, dass sich die Etablierung des Wolgazanders nicht signifikant negativ auf die heimische Fischfauna auswirken wird.
Im Rahmen dieser Studie wurden 1.189 Wolgazanderfänge ausgewertet, die zu über 98 % von Angler:innen stammen. Der Wolgazander wurde bisher (Stand Dezember 2024) in elf, ausschließlich schiffbaren Gewässern in sechs Bundesländern nachgewiesen. Von einer weiteren Ausbreitung ist auszugehen. Um die Ausbreitung des Wolgazanders besser dokumentieren zu können, sollte die Anglerschaft bundesweit über die Art und ihre Erkennungsmerkmale aufgeklärt und informiert werden.
Wissen am Haken – Sensibilisierung der Angler für aquatische Neozoen am Beispiel des Wolgazanders (Sander volgensis) im niedersächsischen Kanalsystem
Autor(en): Matthias Emmrich, Andreas Maday
Jahr: 2024
Erschienen in: Conference: 38. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Limnologie e.V., September 2023
Schiffbare Wasserstraßen gelten als „highways“ für nicht heimische aquatische Arten. Viele der in Niedersachsens Gewässern vorkommenden Neozoen werden über Schifffahrtskanäle verbreitet. Das niedersächsische Kanalsystem umfasst ca. 390 km. Ein Großteil dieser Gewässer wird beangelt. Allein im Anglerverband Niedersachsen e.V. (AVN) haben 71 Angelvereine mit über 38.000 Mitgliedern einen direkten Zugang zu den Kanälen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass neue Fischarten häufig als erstes von Anglern entdeckt werden. Im Jahr 2010 wurden erstmals der Fang eines Wolgazanders im Mittellandkanal zwischen Peine und Braunschweig gemeldet. Im Rahmen eines Citizen-Science Projekt soll mit Hilfe der Anglerinnen und Angler die Ausbreitung und Ökologie des Wolgazanders untersucht werden. Der Wolgazander genießt mittlerweile in der Anglerschaft eine große Aufmerksamkeit, da er gut beangelt werden kann und ein hochwertiger Speisefisch ist. Über verschiedene Kommunikationsstrategien mit dem Schwerpunkt Social Media sind die Anglerinnen und Angler aufgerufen, Wolgazanderfänge dem AVN zu melden und gefangene Fische für die Forschung zur Verfügung zu stellen. Innerhalb von zweieinhalb Jahren wurden über 400 verifizierte Wolgazanderfänge gemeldet und es wurden ca. 180 geangelte Fische für die Forschung zur Verfügung gestellt. Der Wolgazander gilt mittlerweile im gesamten niedersächsischen Kanalsystem als etabliert und wurde darüber hinaus in Gewässern in Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen gefangen. Mit Hilfe der geangelten Fische werden das Wachstum und die Nahrungsgewohnheiten des Wolgazanders außerhalb seines natürlichen Verbreitungsgebietes untersucht, um den Einfluss des nicht heimischen Zanderverwandten auf die Fischfauna bewerten zu können.
Keine Killerturbinen in die Elbe!
Pläne für Wasserkraft in Geesthacht Verstoß gegen EG-Wasserrahmenrichtlinie
Autor(en): Ralf Gerken, Florian Möllers
Jahr: 2024
Erschienen in: Fischer & Teichwirt 04/2024 , 146-147
Was die Bundestagsabgeordneten Nina Scheer (SPD) und Konstantin von Notz (Bündnis 90/GRÜNE) als Chance bezeichnen (Hamburger Abendblatt, 20. Februar 2024), nämlich die Nutzung von Wasserkraft am Standort Geesthacht, ist ein eklatanter Verstoß gegen die Auflagen der EG-Wasserrahmenrichtlinie.
Totholz im Gewässer: Nichts als Gestrüpp?
Autor(en): Sven Matern, Andreas Maday, Thomas Klefoth, Robert Arlinghaus
Jahr: 2022
Erschienen in: Blinker 02/2022, 61-67
Ein Fluch für Angler – oder aber ein Segen für das Gewässer? Während so mancher sich über einen Hänger nach dem anderen ärgert, haben Wissenschaftler das Totholz einmal genauer unter die Lupe genommen. Und klar ist eins: Für Fische ist es ein unschätzbarer Lebensraum!
Fachartikel (englisch)
Influence of protected riparian areas on habitat structure and biodiversity in and at small lakes managed by recreational fisheries.
Autor(en): Robert Nikolaus, Sven Matern, Malwina Schafft, Andreas Maday, Christian Wolter, Thomas Klefoth, Robert Arlinghaus
Jahr: 2022
Erschienen in : Fisheries Research, 256, 106476
Protected areas are a common management tool to conserve habitats and species by controlling access and disturbances by humans. Whenever protected areas result in restricting access to riparian zones in lakes, they may have positive effects on habitats and taxa beyond fish by lowering influences of trampling or boating on plants, by reducing the degree of human-induced disturbances to sensitive taxa such as birds, and by reducing fishing effort.






















